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Kazaa-Betreiber verkündet Einigung

Angeblich alle Rechtsstreitigkeiten mit Inhalte-Anbietern beigelegt. Sharman Networks, Betreiber der Tauschbörse Kazaa, hat sich mit der Musikindustrie geeinigt und alle Rechtsstreitigkeiten beilgelegt. Das Unternehmen spricht von einem historischen Wendepunkt.
/ Jens Ihlenfeld
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Der Kazaa-Betreiber hat nach eigenen Angaben sämtliche Auseinandersetzung mit großen Inhalte-Anbietern beigelegt und darf nun einen breiten Katalog an Inhalten in Lizenz über Kazaa anbieten.

Mitte 2006 hatte das oberste US-Gericht mit einem Urteil gegen Anbieter von Tauschbörsen-Software entschieden, in dessen Folge viele Anbieter ihr Geschäft einstellten. Kazaa hatte Ende 2005 vor dem australischen Bundesgericht eine herbe Schlappe hinnehmen müssen. Das Gericht hatte angeordnet, dass Kazaa Urheberrechtsverletzungen ausfiltern muss, was der Betreiber recht eigenwillig umsetzte und Australiern den Downloads von Kazaa untersagte. Der Streit mit den Inhalte-Anbietern ging entsprechend weiter.

Nun aber habe man sich mit der Musik- und Filmindustrie geeinigt, erklärt Sharman-Chefin Nikki Hemming. Man freue sich auf die Zusammenarbeit mit den Unternehmen. Wie diese aussehen soll, ließ sie aber offen. Einem Bericht der Agentur AP zufolge zahlt der Kazaa-Betreiber eine erhebliche Summe zur Beilegung der Streitigkeiten und soll sich künftig gegen unerlaubtes Kopieren einsetzen. Andere Medien nennen eine Summe von 100 Millionen US-Dollar. Zudem soll Kazaa mit robusten und sicheren Filtern ausgestattet werden, die verhindern, dass Nutzer Dateien finden, die unerlaubt zum Download angeboten werden.


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