DSL-Anbieter Getacom meldet Insolvenz an
Die Unternehmensentwicklung sei ins Stocken geraten, daher sei man verpflichtet, Insolvenzantrag zu stellen. Geschäftsführer Patrick Landrock verspricht zwar, die Verträge erfüllen und Leistungen erbringen zu wollen, dennoch scheinen die in Vorleistung gegangenen DSL-Kunden die Leidtragenden zu sein. Die telefonische Kundenbetreuung wurde auf Grund "der aktuellen Lage" eingestellt.
Mit Ausnahme der DSL-Flatrate-Kunden sollen bei allen Produkten die vertraglichen Verpflichtungen durch externe Unternehmen erfüllt werden. Doch gerade bei den Flatrates waren die Kunden zum Teil erheblich in Vorleistung gegangen. Getacom-Lieferant Ncore soll zwar die Kunden übernehmen, so dass deren Accounts und IP-Adressen auch weiterhin genutzt werden können. Die Kunden müssten dazu aber neue Verträge zu Sonderpreisen abschließen, obwohl sie vermutlich ihre DSL-Flatrate noch für einige Monate im Voraus bezahlt haben. Wer nicht wechselt, wird demnächst nur noch eine Portalseite von Ncore zu Gesicht bekommen.
Kunden, die auf diese Weise noch eine Art Guthaben bei Getacom haben, sollen eine genaue Aufstellung der von ihnen zu viel bezahlten Gebühren ab dem heutigen Tage in Verbindung mit ihren kompletten Kontaktdaten, ihrer Kundennummer und ihrer Bankverbindung per Briefpost an Getacom senden. Das Unternehmen werde sich dann in den nächsten Tagen melden, heißt es in der Mitteilung an die Kunden.
Erst vor kurzem hatte Getacom neue Telefon-Flatrates angekündigt. Hier sei man gerade dabei, sich mit einem entsprechenden Anbieter zu einigen, der die Kunden übernehmen soll. Im Bereich Web- und Domainhosting soll Urlbase.de die Kunden, die restliche, durch die Kunden bezahlte Mindestvertragslaufzeit und die dazugehörige Kundenbetreuung übernehmen. Die Root-Server-Kunden gehen an Elkhouse und auch hier sollen die Verträge erfüllt werden.



