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No sex, no crime in der Handywelt

EU-Kommission stößt Dialog zum Jugendschutz auf europäischer Ebene an. Die Europäische Kommission will Kinder und Jugendliche vor den Gefahren schützen, die das Handy als Alltagsgut in unsere Gesellschaft gebracht hat. Zu diesem Zweck hat Viviane Reding Eltern- und Verbraucherverbände, Netzbetreiber, Inhalteanbieter, Handy- und Netzausrüstungshersteller aufgefordert, eine Stellungnahme zu dem Themenkomplex abzugeben.
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"Mobiltelefone gehören heute zum täglichen Leben, nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche und zunehmend auch für jüngere Kinder. Die Mobilkommunikation bietet große Chancen für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Europa. Gleichzeitig muss aber der Schutz der Kinder und Jugendlichen gewährleistet sein," erklärte Viviane Reding, die für die Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin.

Die Gefahren sind vielfältig: So tauchen immer wieder Berichte über die Verbreitung anstößiger Sexnachrichten oder Porno-Bilder unter Kindern auf. Ebenfalls als Risiko gelten zweifelhafte Kontaktaufnahmen via SMS, bei denen sich Fremde mit Kindern "anfreunden", sich in Wirklichkeit jedoch mit den Minderjährigen zwecks sexueller Kontakte treffen wollen.

Die heute eröffnete Konsultation dient der Erfassung von Tatsachen und Meinungen der verschiedenen Beteiligten über die Risiken, denen Kinder beim Download von Inhalten auf ihr Handy ausgesetzt sind. Das reicht über vorhandene technische und rechtliche Lösungen bis hin zu möglichen weiteren Maßnahmen, die insbesondere auf europäischer Ebene ergriffen werden sollten. Bis 16. Oktober 2006 müssen die Stellungnahmen eingegangen sein.

Die Konsultation ist Teil eines Prozesses, der im Juni 2005 auf einer Vollversammlung des Forums "Sichereres Internet" unter Mitwirkung von 200 Vertretern der Branche und der Kinderschutzverbände begonnen hatte. Die Europäische Kommission unterstützt die Aktivitäten mit Haushaltsmitteln in Höhe von 45 Millionen Euro.


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