Nvidia freut sich: AMDs Kauf von ATI ist "riesig"
Der nie um einen flotten Spruch verlegene Perez meinte im Interview(öffnet im neuen Fenster) : "Im Endeffekt sind wir bald das einzige Unternehmen, das Grafikprozessoren und Plattformen sowohl für AMD wie Intel herstellt. Das ist riesig." Offenbar hatte Perez die Telefonkonferenz(öffnet im neuen Fenster) mit ATIs CEO Dave Orton nicht gehört. Orton bekräftigte darin, dass man die bereits vorgelegte Roadmap für Intel-Produkte noch voll erfüllen wolle – und diese Planungen reichen mit neuen Chipsätzen noch bis in das Jahr 2007.
Nvidia feiert aber schon jetzt. Derek Perez meinte gegenüber Firingsquad zum Verkauf an AMD über ATI weiter: "Das ist, als ob sie das Handtuch geworfen hätten, oder? Geschlagen an beiden Fronten, auf der Suche nach einem Ausweg erscheint das ein bisschen wie die Situation von 3dfx vor einigen Jahren." Zur Erinnerung: Zwar hatte Nvidia 3dfx im Jahr 2000 aufgekauft , 3dfx war jedoch schon zuvor zahlungsunfähig und letztendlich musste Nvidia nur 55 Millionen US-Dollar für das Unternehmen zahlen – also gut ein Prozent der Summe, die AMD nun für ATI hinblättert .
Intel wiederum hält sich mit offiziellen Kommentaren zum Kauf von ATI durch AMD noch bedeckt und will sich die Übernahme noch einige Tage lang genauer ansehen – in der Tat besteht Aufklärungsbedarf, vor allem, was die gemeinsame Entwicklung von Chipsätzen und die Integration von Grafik- und Multimedia-Funktionen in die AMD-Prozessoren betrifft. AMD und ATI haben dazu für den 26. Juli 2006 zu einer Pressekonferenz geladen, von der Golem.de berichten wird.



