Gericht untersagt Werbelinks in redaktionellen Inhalten

Links auf Werbeanzeigen müssen klar als Werbung gekennzeichnet werden

Das Kammergericht Berlin hat Bild.T-Online untersagt, mit einfachen Links in redaktionellen Texten auf Werbeseiten zu verweisen, bei denen der Link nicht als Werbung gekennzeichnet ist.

Artikel veröffentlicht am ,

Links, die aus einem redaktionellen Zusammenhang auf eine Werbeseite führen, müssen nach Ansicht des Gerichts so gestaltet sein, dass für Nutzer erkennbar ist, dass auf eine Werbeseite verwiesen wird. Sei dies nicht der Fall, so liege ein Verstoß gegen den Trennungsgrundsatz vor, heißt es im Urteil des Berliner Kammergerichts vom 30. Juni 2006 (AZ 5 U 127/05).

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Geklagt hatte ein freier Journalist, der sich durch den Werbelink im Wettbewerb behindert sah. Nachdem er in erster Instanz unterlag - das Landgericht Berlin hatte die Wettbewerbssituation verneint -, gab ihm das Kammergericht zum Teil Recht.

Die Richter bemängelten einen Link auf die Seite "Prominente Sparfüchse nehmen das Volks-Sparen unter die Lupe", auf den mit "Skispringer Jens Weißflog 'Diese Zinsen sind einfach zum Abheben'" verwiesen wurde. Beides sei Teil der Werbeanzeige, ohne dass dies hinreichend deutlich werde.

Schon im Juli 2005 hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) erfolgreich gegen Bild.de wegen Schleichwerbung geklagt, ein Vorwurf, dem sich Bild-T-Online.de aber verwehrt.

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Martin F. 25. Jul 2006

… wenn ich über ein Produkt sachlich berichte, also meine Erfahrungen damit schildere...

Spacy 25. Jul 2006

Also gegen Schleichwerbung bin ich persönlich eher weniger allergisch, find eich...

pete 25. Jul 2006

Keiner jener zwei. http://www.kammergericht.de/entscheidungen/5_U_127-05.pdf

Digital-Man 25. Jul 2006

So oft wie die nicht gekennzeichnete Werbung auf Ihrer Webseite haben oder auch in der...



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