Sega: Publisher bemühen sich zu wenig um Wii

Gegenüber " Next Generation(öffnet im neuen Fenster) " erklärte Steinberg, dass einige Publisher recht träge waren und ihre Spiele deshalb nicht rechtzeitig zum Wii-Start fertig haben würden. Außerdem würden einige Nintendo-Partner mangelnde Vorstellungskraft haben, wenn es um die neue Spieleplattform gehe. "Der Aufbau von Wii bedingt, dass dafür entwickelt werden muss. Portierungen und Upgrades sind nicht gut. Diese Denkweise erfordert ein kleines bisschen Kreativität und nicht jeder Publisher verfügt über die nötigen kreativen Leute" , schießt Steinberg gegen die Konkurrenz.
So mancher Publisher hätte zudem erst nach der Wii-Präsentation auf der E3 2006 das Potenzial der neuen Spielekonsole bemerkt, was aber zu spät gewesen sei, um den Wii-Starttermin noch mitzunehmen. "Wir wurden alle stark durch die Propaganda-Maschinen der Hardwarehersteller beeinflusst" , so Steinberg Richtung Microsoft (Xbox 360) und Sony Computer Entertainment (PlayStation 3). Der Fehler habe darin gelegen, Wii mit dem weniger erfolgreichen GameCube zu vergleichen.
Dennoch würden die Kritiker übersehen, dass nicht jeder der Publisher mit seinen Spielen zu spät dran ist. Sega sei einer von ihnen. Sega selbst will zum Wii-Start mit Super Monkey Ball Banana Blitz aufwarten, Sonic Wildfire erscheint erst im ersten Quartal 2007. Beide waren auf der E3 schon spielbar. Nintendo vorzuwerfen, sich nicht genug um Partner zu bemühen, sei nur eine schlechte Ausrede, so Steinberg weiter. Ein Fehler der US-Publisher sei es, sich selbst nicht genug um Nintendo zu bemühen.
Zuletzt betonte der Sega-Manager, dass er Nintendo gute Chancen zubillige, im Wettstreit der neuen Konsolengeneration den Abstand zu Sony Computer Entertainment deutlich schrumpfen zu können.



