Stühlerücken in Intels Top-Management
Intels Management sah für Führungsposten bisher das Konzept "two in a box" vor: Zwei Manager teilen sich gleichberechtigt die Verantwortung für eine Abteilung. Wie Intel gegenüber Golem.de mitteilte, habe man diese Struktur aber etwas übertrieben und nun wird aufgeräumt - two in a box bleibt erhalten, aber nicht mehr für alle Positionen.
So wird unter anderem Sean Maloney(öffnet im neuen Fenster) , bisher mitverantwortlich für Intels "Mobility Group", neuer "Chief Sales and Marketing Officer". Er ist damit allein für die Verkäufe und das Marketing zuständig. Er wird durch Don MacDonald verstärkt (hier im Interview ), der Maloney verantwortlich ist und als Vizepräsident die Abteilung "Marketing and Sales" leitet. MacDonald gilt als einer der Shooting-Stars in Intels Management, er entwickelte unter anderem das Konzept der Marke Viiv. Für ihn übernimmt Eric Kim(öffnet im neuen Fenster) die "Digital Home Group", die MacDonald aufgebaut hatte.
Einer der bisherigen Sales- und Marketing-Chefs, Anand Chandrasekher(öffnet im neuen Fenster) , muss dafür Platz machen. Der frühere Leiter der Mobility Group, der das Centrino-Konzept mit erfand , wird eine neue Abteilung für ultramobile Geräte aufbauen. Laut Intel sind damit derzeit vor allem die UMPCs gemeint, von denen Intel sich nach zögerlicher Annahme durch Markt und Presse dennoch viel erhofft.
Zwei Top-Manager, beide mit über 25 Jahren Intel-Erfahrung, gehen im Zuge der Neuordnung in den Ruhestand: Bill Siu(öffnet im neuen Fenster) , bisher vor allem verantwortlich für Desktop-PCs und einer der seltenen Träger des Intel-Ehrenordens "Senior Fellow", und Richard Wirt(öffnet im neuen Fenster) , bisheriger Software-Chef, werden das Unternehmen zum Ende des Jahres 2006 verlassen. Beide sollen bis dahin ihre Abteilungen noch neu ordnen und Nachfolgern übergeben.
Die Änderungen auf der Führungsebene sind Teil einer radikalen Reform, die Intel-CEO Paul Otellini im April 2006 angekündigt hatte. Erst kürzlich gab Intel bekannt, dass neben Verkäufen wie dem der PDA- und Handysparte auch 1.000 Manager-Posten gestrichen werden sollen.



