Weichgespült: Samsungs Blu-ray-Player mit Bildproblemen

Anders als die Konkurrenz, welche die Markteinführung ihrer Blu-ray-Player auf August, September oder Oktober verschoben hatte, liefert Samsung sein BD-P1000 getauftes Abspielgerät seit 25. Juni 2006 aus. Etwa zeitgleich veröffentlichte Sony die ersten hochauflösenden Spielfilme auf Blu-ray. Als Alternative zum BD-P1000 gibt es derzeit nur mit Blu-ray-Brenner bestückte PCs.
Verstärkt wurden die Bildqualitätsdefizite allerdings noch durch eine zusätzliche, unerwünschte Weichspülstufe im Samsung BD-P1000. Diese fiel neben der c't etwa auch der Audio-Video-Fachzeitschrift Ultimate AV(öffnet im neuen Fenster) auf. Die US-Zeitschrift berichtete nun, dass Samsung einen Programmierfehler im BD-P1000 zugegeben hat, bei dem dank einer inkorrekten Einstellung für die Rauschreduktion im verwendeten Genesis-Chip das Bild unnötig glattgebügelt wird. Vom Nutzer lässt sich das mit der aktuellen Firmware nicht korrigieren.
Künftige Neugeräte sollen den Fehler nicht mehr aufweisen, auch erwartet Samsung eine Auslieferung ab September 2006. So ist zu erwarten, dass die ab Oktober 2006 auch in Europa und ab Ende 2006 weltweit verfügbaren BD-P1000-Geräte ohne den übertriebenen Weichzeichner kommen. Weitere Probleme des BD-P1000, wie etwa von der c't bemerkte leichte Ruckler bei der Blu-ray-Wiedergabe, lassen sich vermutlich ebenfalls mittels neuer Firmware ausbügeln.
Das Firmware-Update für die aktuelle Version des Samsung BD-P1000 soll nach Fertigstellung auf Samsungs Website zur Verfügung stehen. Es muss dann auf eine CD-ROM gebrannt und diese dem Blu-ray-Player gefüttert werden. Direkte Firmware-Updates per Internet sind mit dem BD-P1000 nicht möglich, da ihm die Ethernet-Schnittstelle fehlt, die von der Blu-ray-Spezifikation und vielen Konkurrenzgeräten unterstützt wird.



