Stehen sinkende SMS-Preise in Europa bevor?
Die "Autorité de régulation des communications électroniques" (ARCEP) macht bei den Mobilfunkbetreibern in Frankreich jeweils ein Monopol für die Übernahme von SMS aus anderen Netzen aus. Die Telefongesellschaft eines Kunden, der eine SMS empfängt, könne nicht umgangen werden. Somit seien die Netzbetreiber in der Lage, für die Zustellung von SMS Großkundenpreise zu verlangen, die ihre Kosten bei weitem übersteigen.
Dagegen will die ARCEP als erste Regulierungsbehörde eines EU-Mitgliedsstaats vorgehen. Unterstützt wird sie dabei von der Europäischen Kommission. Diese fordert die französische Regulierungsbehörde auf, sicherzustellen, dass die niedrigeren Großkundenpreise sich letztlich auch in niedrigeren Verbraucherpreisen niederschlagen.
Zudem will die EU-Kommission in Zusammenarbeit mit den nationalen Regulierungsbehörden untersuchen, ob auch in anderen Mitgliedsstaaten auf den Großkundenmärkten für die SMS-Zustellung vergleichbare Wettbewerbsprobleme bestehen. Die Folge könnten sinkende SMS-Preise in Europa sein.
In Frankreich hat die ARCEP für die beiden größeren Betreiber Orange und SFR den Preis pro zugestellter SMS auf 3 Cent begrenzt, für den dritten Betreiber, Bouygues, beträgt die Obergrenze angesichts höherer Kosten 3,5 Cent. Diese unterschiedlichen Preisobergrenzen sollen allerdings nicht von Dauer sein.



