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Insolvenz: Krystaltech Lynx will als PC-Hersteller überleben

PC-Geschäft hui, Distribution pfui. Der PC-Hersteller und Distributor Krystaltech Lynx Europe hat Insolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Zumindest für den Geschäftsbereich PC-Herstellung scheint es aber Hoffnung in Form eines verbindlichen Kaufangebots zu geben.
/ Christian Klaß
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Als Grund für die Insolvenz wurde ein anhaltender "starker Rückgang des Distributionsgeschäfts in den letzten sechs Monaten" angegeben. Zum einen gab es dadurch einen starken Umsatzrückgang und zum anderen eine zusätzliche Belastung durch die Kündigung von Krediten seitens der Hausbanken Ende Mai 2006. Bis unmittelbar vor der Insolvenzanmeldung sollen dennoch alle Verbindlichkeiten erfüllt und alle Löhne und Gehälter bezahlt worden sein, heißt es in einer Unternehmensmitteilung zur Insolvenzanmeldung.

Anders als das Distributionsgeschäft ("Krystaltech") habe jedoch die PC-Herstellung ("Lynx") laut Krystaltech Lynx von Januar bis Juni 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Umsatzsteigerung um über 40 Prozent erzielt. Dem Insolvenzgericht Tübingen wurde laut Krystaltech Lynx bereits ein verbindliches Kaufangebot der zur Transtec AG gehörenden Triple Stor GmbH für den Geschäftsbereich Lynx vorgelegt.

Durch die Weiterführung von Lynx sollen möglichst viele der 126 Arbeitsplätze erhalten werden. Allerdings ist es noch an Insolvenzverwalter Wolfgang Hauser, in den kommenden Wochen über das Angebot zu entscheiden. Kaufinteressent Transtec plant laut Krystaltech Lynx, die Marke Lynx weiterzuführen und den Ausbau des indirekten Vertriebs von Büro-PCs und Servern.

Lynx-Systeme sollen zudem weiterhin ausschließlich an Fachhändler und Systemhäuser verkauft werden. Ein Ausbau des Produktportfolios wurde ebenso in Aussicht gestellt wie die Übernahme der Garantieleistungen für bestehende Lynx-Kunden. Was aus den von Krystaltech Lynx unter eigener Cebop-Marke angebotenen Mini-PCs wird, war noch nicht in Erfahrung zu bringen. Die Barebone-Systeme wurden von AOpen entwickelt, von Lynx bestückt und erinnern vom Design an Apples Mac mini.

"Die Produktion ist durch bestehende Aufträge bereits für die kommenden Wochen ausgelastet. Die Geschäftsleitung geht davon aus, mit der Unterstützung des Insolvenzverwalters den Geschäftsbetrieb unterbrechungsfrei fortführen zu können" , heißt es abschließend seitens Krystaltech Lynx.


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