TouchLight: 3D-Technik für Computer ohne Monitor und Maus
Was in Filmen wie "Minority Report" als Science-Fiction-Visualisierung gezeigt wird, könnte bald Alltag werden: die dreidimensionale Einheit aus Darstellung und Eingabegerät. Der Benutzer hantiert – im Wortsinne – mit 3D-Objekten, die von Projektoren vor ihm dargestellt werden. Was mit "Virtual Reality" durch eine Abschottung mit 3D-Helmen und einen Datenhandschuh noch vor zehn Jahren als Zukunftslösung präsentiert wurde, wirkt dagegen altbacken.
Eon hat sein "TouchLight" genanntes System nun so weit entwickelt, dass es sich in überzeugenden Prototypen vorführen lässt. Am besten zeigt das ein WMV-Video(öffnet im neuen Fenster) von der Webseite des Herstellers. Die Anwenderin darin zoomt und dreht ein 3D-Objekt allein mittels Gesten – sie greift faktisch in die Luft und der Rechner reagiert, als hätte sie die Darstellung angefasst. Das Bild wird dabei von einem Projektor auf eine durchsichtige Scheibe geworfen, schwebt aber dennoch im Raum vor der Anwenderin. Hinter der Scheibe befinden sich Kameras, welche die Bewegungen registrieren.
Eon sieht für diese Art der Visualisierung vor allem Anwendungsmöglichkeiten in der Luft- und Raumfahrt, bei Fahrzeugen und militärischem Gerät. Binnen drei Jahren soll die Technologie aber so weit entwickelt sein, dass sie auch in Desktop-Systeme Einzug halten könnte, schätzt das Unternehmen.