Abo
  • Services:

Urteil: Internet per Stromleitung in Österreich stört

Verwaltungsgerichtshof ordnet Nachbesserung bei Providern an

Bei der umstrittenen Internetanbindung von Haushalten über das Stromnetz deutet sich jetzt eine durch Österreich angestoßene Neuordnung an. Die "Powerline Communication" (PLC) störe eindeutig nicht nur die Frequenzbänder von Funkamateueren, stellte das dortige Verwaltungsgericht fest. Die Kammer wies dabei auch auf europäische Vorschriften hin.

Artikel veröffentlicht am ,

Schon seit Jahren wehren sich vor allem Kurzwellenfunker, die ihr Hobby oft mit viel Aufwand betreiben, gegen die PLC genannte Datenübertragung per Stromleitung. Die PLC-Störstrahlungen des öffentlichen Stromnetzes sollen so stark sein, dass ein Empfangsbetrieb an manchen Standorten nicht mehr möglich ist - technische Maßnahmen dagegen gibt es für die (Freiraum-)Funkanwender außer einem Umzug nicht.

Stellenmarkt
  1. Hella Gutmann Solutions GmbH, Ihringen bei Freiburg im Breisgau
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Frankfurt

Im vorliegenden Fall hatte das österreichische "Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie" (BMVIT) dem Provider Linz AG, der in der oberösterreichischen Hauptstadt ein PLC-Netz betreibt, bereits im November 2005 aufgetragen, die Störungen nach eigenem Ermessen zu beseitigen. Neben den Frequenzbändern für Amateurfunk sei auch die Kommunikation von Rettungsdiensten betroffen gewesen, warf das Ministerium dem Provider vor. Die Linz AG reagierte mit eigenen Messungen, nach denen eine Funkstörung nicht gegeben sei - das BMVIT kam mit seinen Messungen jedoch zu gegenteiligen Ergebnissen.

Die Linz AG hatte beim Verwaltungsgerichtshof gegen diese Auflagen Beschwerde eingereicht. Das Gericht wies diese Beschwerde nun zurück. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass PLC den Funkverkehr störe. Die Auflage, die Störungen selbst zu beseitigen - ohne konkrete technische Maßnahmen vorzuschreiben -, sei allerdings zu allgemein gewesen, stellten die Richter fest.

Die Auflage des Ministeriums, die Linz AG habe gegen eine - selbst wenn nur theoretische - Störung Maßnahmen zu treffen, ist laut des österreichischen Verwaltungsgerichtshofs zudem mit nationalem und europäischem Recht vereinbar. Das BMVIT muss nun der Linz AG einen neuen Bescheid zustellen, der nach Aussage des Ministeriums von konkreten Maßnahmen zur Störungsbeseitigung bis hin zur kompletten Abschaltung des PLC-Netzes reichen könnte.

Die Linz AG feiert das Urteil dagegen nach einem Bericht der Tagezeitung "Oberösterreichische Nachrichten" als "wichtigen Etappensieg", da der Bescheid aufgehoben sei - und erwähnt die Gründe dafür nicht.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 229,90€ + 5,99€ Versand
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Funken saugt 29. Jul 2006

Ich habe einen 2-stelligen Eurobetrag in mein Powerline gesteckt und Millionen andere...

warwohlnix 20. Jul 2006

Also, ich kann dir versichern das Amateurfunker auch nur Menschen sind und so wirst du...

warwohlnix 20. Jul 2006

Ach, da fühlt sich einfach jemand ertappt und versteht keinen Spass. BTW: Als bei uns...

Werner 20. Jul 2006

Könnte nach hinten losgehen... Habe Dir an anderer Stelle shcon geantwortet, bevor ich...

huahuahua 20. Jul 2006

...denn je länger das Verfahren und die Bescheideschieberei dauern, desto länger kann die...


Folgen Sie uns
       


Far Cry 5 - Fazit

Im Fazit zu Far Cry 5 zeigen wir dumme Gegner, schöne Grafik und erklären, wie Ubisoft erneut viel Potenzial verschenkt.

Far Cry 5 - Fazit Video aufrufen
Klimaschutz: Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben
Klimaschutz
Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben

Die Kohlendioxid-Emissionen steigen und steigen. Die auf der UN-Klimakonferenz in Paris vereinbarten Ziele sind so kaum zu schaffen. Fachleute fordern daher den Einsatz von Techniken, die Kohlendioxid in Kraftwerken abscheiden oder sogar aus der Luft filtern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Xiaoice und Zo Microsoft erforscht menschlicher wirkende Sprachchat-KIs
  2. Hyperschallgeschwindigkeit Projektil schießt sich durch den Boden
  3. Materialforschung Stanen - ein neues Wundermaterial?

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

    •  /