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Dateisystem Reiser4.1 bald mit Verschlüsselung

Neue Version soll in den Linux-Kernel gelangen. Das Journaling-Dateisystem Reiser4 ist noch immer eines der Sorgenkinder der Linux-Entwickler, kümmern sich doch zu wenig Freiwillige um die Integration in den Kernel. Hans Reiser kündigte derweil eine neue Version des Dateisystems an, die Komprimierung und Verschlüsselung unterstützen wird und dann auch in den Kernel gelangen soll.
/ Julius Stiebert
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Nachdem auf der Linux-Kernel-Mailingliste eine neue, nicht technische Diskussion(öffnet im neuen Fenster) über die Integration des Dateisystems Reiser4 in den Kernel aufgeflammt war, äußerte sich auch Hans Reiser. Der Chefentwickler des Reiser-Dateisystems veröffentlichte eine Liste(öffnet im neuen Fenster) von Aufgaben, die zu erledigen seien. Dabei kündigte er nicht nur an, alle Fehler korrigieren, sondern auch Komprimierungs- und Verschlüsselungsfunktionen in Reiser4 integrieren zu wollen. Diese sollen dann in einer neuen Version, Reiser4.1, veröffentlicht werden.

Durch die Änderungen am Lese- und Schreib-Code wird jedoch auch die Stabilität des Codes abnehmen. Andererseits soll aber auch die CPU-Last nach unten gedrückt werden. Die neuen Funktionen möchte Reiser zuerst in einer Betaversion veröffentlichen, bevor eine stabile Version folgt. Durch die versprochenen Fehlerkorrekturen und die Überprüfung des Quelltextes könnte das Dateisystem dann auch in den offiziellen Kernel gelangen.

Derzeit ist Reiser4 nur als Patch(öffnet im neuen Fenster) für den 2.6er-Kernel erhältlich und in Andrew Mortons Kernel-Zweig(öffnet im neuen Fenster) integriert. Eine Aufnahme in den offiziellen Kernel scheiterte bisher, unter anderem, da Hans Reiser sich in der Vergangenheit weigerte, von den Kernel-Entwicklern geforderte Änderungen an seinem Quellcode durchzuführen.


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