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Kartenspiel Freecell kann Demenz im Frühstadium erkennen

Menschliche Spielleistungen werden mit Computerlösung verglichen. IT-Verantwortlichen ist das Kartenspiel Freecell, das seit 1992 in Windows- Systemen installiert ist, ein Dorn im Auge, wenn Mitarbeiter zu viel Zeit damit vergeuden anstatt zu arbeiten - doch Medizinern könnte das Computer-Kartenspiel helfen, Anzeichen von Demenz bei Patienten frühzeitig zu erkennen.
/ Andreas Donath
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Forscher der Oregon Health & Science University haben in einer Studie gezeigt, dass das kartensolitärähnliche FreeCell(öffnet im neuen Fenster) zusammen mit einer Extrasoftware, die auf Basis der Spieler-Inputs Wahrnehmungsbewertungen vornehmen kann, zwischen Senioren unterscheiden kann, die Merkschwierigkeiten haben und solchen, die für ihr Alter normale Gedächtnisfähigkeiten besitzen.

Menschen mit einer milden Wahrnehmungsbeeinträchtigung sind Riskikopatienten für Demenz, die am häufigsten durch Alzheimer ausgelöst wird, so die Forscher aus Portland. Im Frühstadium seien die Krankheiten wesentlich leichter zu bekämpfen.

Um das Spiel erfolgreich zu spielen, benötigt man Planungsvermögen und dies ist auch einer der Maßstäbe, mit denen Neuropsychologen versuchen zu testen. Mit einer geringen Anzahl von Testpersonen funktionierte dies den Studienautoren zufolge auch schon.

Im Test wurden neun Personen mit einem Durchschnittsalter von 80 Jahren herangezogen, die alle FreeCell-Spieler sind und das Kartenspiel über einen sechsmonatigen Zeitraum regelmäßig spielten.

Um die Wahrnehmungs-Leistung zu messen, verglichen die Forscher die Spielergebnisse mit denen einer automatischen Lösungssoftware ("Solver"), die ständig versucht, die minimale nötige Anzahl von Spielzügen auszurechnen. Die Ergebnisse werden mit denen der menschlichen Spieler verglichen - Spiel für Spiel und im Zeitablauf gegeneinander gestellt.


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