Flugzeugbrand: US-Flugsicherheit verdächtigt Notebook-Akku
Die Maschine vom Typ DC-8 befand sich am 7. Februar 2006 auf dem Weg von Atlanta nach Philadelphia und musste während des Landeanflugs einen Notfall melden, wie dem Unfallbericht(öffnet im neuen Fenster) der NTSB zu entnehmen ist. Die Piloten konnten das brennende Flugzeug noch sicher landen, die Löscharbeiten dauerten daraufhin 4 Stunden an. Die Flugsicherheit fand schließlich etliche Notebook-Akkus als Teil der Ladung, die stark verbrannt waren. Nach Angaben der AP konnten andere Gefahrgüter, die sich ebenfalls an Bord befanden, als Ursache des Feuers ausgeschlossen werden. Es stehe aber noch nicht fest, dass die Akkus den Brand tatsächlich ausgelöst hätten.
Dennoch häufen sich gerade in den USA Vorfälle mit Lithium-Ionen-Akkus in Flugzeugen. So hatte der Nachrichtenagentur zufolge bereits 1999 eine Ladung der Stromspeicher beim Entladen in Los Angeles Feuer gefangen; in Memphis waren 2004 mehrere Akkus in Flammen aufgegangen, als sie in eine FedEx-Maschine gebracht wurden.
Auch bei Passagierflügen sollen die wiederaufladbaren Batterien zu einem immer größeren Risiko werden. So soll laut der NTSB im Mai ein einzelner Notebook-Akku, der ohne den Mobilrechner im Gepäckfach verstaut war, während eines Fluges Rauch entwickelt haben.
Die Untersuchungen der NTSB sollen noch mehrere Monate andauern, ob die Behörde neue Sicherheitsvorschriften für Mobilelektronik an Bord von Flugzeugen empfiehlt, ist offen.