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Heimatschutz: Aufgemalte Antennen auf Luftschiffen

Erfolgreicher Jungfernflug in der Wüste von Nevada. Das US-Unternehmen RTI International hat zusammen mit seinen Forschungspartnern Unitech, Applied EM und der International Communications Group sowie TechSphere Systems International erfolgreich ein Luftschiff über der Wüste von Nevada getestet, das mit "aufgemalten" Sendeantennen ausgestattet wurde.
/ Andreas Donath
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Das unbemannte Luftschiff SA-60 von Techsphere Systems International kann in Flughöhen weit überhalb der Zivilluftfahrt oder der Reichweite der meisten Boden-Luft-Raketen eingesetzt werden. Um derartige Höhen zu erreichen, muss ein Luftschiff besonders leicht konstruiert sein, besonders eine schwere Antennenanlage ist hierbei hinderlich.

Folglich konzentrierten sich die Forscher auf eine Gewichtsreduktion. Erreicht werden soll dies durch eine aufgemalte Antenne. Deren Leistungsfähigkeit wurde in einem ersten Testflug untersucht. Sowohl Applied EM als auch Unitech arbeiten im Rahmen eines Forschungsauftrags der US Air Force an einem solchen Antennendesign. Unitech hat dabei eine wasserbasierte leitende Beschichtung namens Unishield entwickelt.

Das Luftschiff kann entweder so betrieben werden, dass es seine Position hält oder einem Kurs folgt. Gedacht ist es beispielsweise zur Küsten- und Städteüberwachung im Rahmen des Heimatschutzes, aber auch in Konfliktsituationen als schnell positionierbarer Fernaufklärer.

Die erreichbare Flughöhe teilten die Unternehmen nicht mit – nachdem das kugelförmige Prallluftschiff den Jetstream und damit die Flughöhe der Zivilluftfahrt überwinden und sich lange an einer Stelle halten soll, muss es ungefähr eine Höhe von 18 bis 20 km erreichen, in der kaum Wind weht.

Gegenüber einem Satellit hat eine solche Plattform mehrere Vorteile: Sie sind im Betrieb und der Herstellung deutlich günstiger und können beispielsweise für Wartungsarbeiten oder technische Erweiterungen auch leicht wieder zur Erde zurückgebracht werden.


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