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NTFS-3G: Voller NTFS-Schreibzugriff unter Linux

Freier Treiber nutzt das Filesystem in Userspace. Mit dem neuen NTFS-3G-Treiber soll nun auch voller Schreibzugriff von Linux auf NTFS-Partitionen möglich sein. Der vom Linux-NTFS-Projekt entwickelte Treiber nutzt das Filesystem in Userspace und soll bereits sehr stabil sein, ist aber dennoch als Beta-Version gekennzeichnet. Verschlüsselte Dateien unterstützt NTFS-3G jedoch nicht.
/ Julius Stiebert
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Kündigte das Projekt kürzlich noch an, den Linux-NTFS-Treiber komplett neuschreiben zu wollen, steht mit NTFS-3G nun bereits ein anderer Treiber zur Verfügung. Dieser basiert allerdings auf dem Filesystem in Userspace(öffnet im neuen Fenster) (FUSE) und ist damit selbst unabhängig vom Kernel. Im Gegensatz zu dem derzeit im Kernel enthaltenen NTFS-Treiber kann NTFS-3G auch neue Dateien erstellen. Zudem lassen sich Dateien löschen, mit verschlüsselten und komprimierten Dateien kann der Treiber allerdings nicht umgehen. Die Dateirechte kann NTFS-3G ebenfalls nicht ändern.

Auch wenn der Treiber noch als Beta-Version gekennzeichnet ist, soll er sich in ausgiebigen Tests als stabil erwiesen haben. Die Entwickler bitten daher sogar darum, Stresstests durchzuführen, um ein - vorher gesichertes - NTFS-Dateisystem zu zerstören und ihnen weitere Informationen zukommen zu lassen. Der unter der GPL veröffentlichte Treiber funktioniert allerdings nur auf 32-Bit- und Little-Endian(öffnet im neuen Fenster) -Systemen wie x86. Auf Sparc, MIPS oder den meisten PowerPC-Systemen funktioniert er demnach nicht.

FUSE ist seit der Version 2.6.14 Teil des Linux-Kernels und muss aktiviert sein, um NTFS-3G nutzen zu können. Der Treiber steht ab sofort zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.


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