Skype-Protokoll angeblich geknackt
Wie der US-Amerikaner Charlie Paglee erläutert, wurde er von einem Freund aus China per Skype angerufen, der jedoch nach eigener Aussage nicht über einen Skype-Client telefoniere. Ein chinesisches Unternehmen arbeite demnach daran, den Protokoll-Code von Skype zurückzuübersetzen (Reverse Engineering), um so eine vollständig kompatible Alternative zu Skype programmieren und auf den Markt bringen zu können.
Die Skype-Alternative beherrsche bislang Internettelefonate, kann aber noch keine Statusanzeigen verarbeiten. Auch die Chat-Funktionen und weitere Skype-Besonderheiten seien noch nicht implementiert. Diese sollen aber nachgefügt werden, sobald die letzten Arbeiten an den Telefonfunktionen abgeschlossen sind.
Im August 2006 will das nicht namentlich genannte chinesische Unternehmen(öffnet im neuen Fenster) eine erste Demoversion seiner Skype-Alternative veröffentlichen. Die jetzige Version laufe noch nicht zuverlässig genug, dass man es auf die Öffentlichkeit loslassen könne.
Im August 2005 hatte Skype ein API für die Instant-Messaging-Funktionen angekündigt, dieses bislang aber nicht veröffentlicht. Damit könnten andere Clients das Skype-Netz für Chats nutzen. Das eigentliche Skype-Protokoll hält der Anbieter weiter unter Verschluss. Daher bleibt nur der Weg über Reverse Engineering - also Rückübersetzung des Programmcodes, um eine Skype-kompatible Software anbieten zu können.