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Windows XP soll Schnellstart-Patent verletzen

Unbekanntes texanisches Unternehmen klagt gegen Microsoft. Eine zum schnelleren Laden von Anwendungen gedachte Caching-Routine in Windows XP ist einem texanischen Unternehmen aufgestoßen. Die im Internet nicht aufzuspürende Computer Acceleration Corporation sieht ihr bereits seit 1999 bestehendes Patent durch Microsoft verletzt und klagt deshalb.
/ Christian Klaß
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Das am 3. August 1999 anerkannte US-Patent mit der Nummer 5,933,630(öffnet im neuen Fenster) beschreibt einen RAM-Cache, um Software schneller laden zu können. Laut der bei The Inquirer(öffnet im neuen Fenster) zu findenden Klageschrift sieht sich die Computer Acceleration Corporation durch Windows XP und andere Windows-Versionen geschädigt, die ebenfalls ein entsprechendes Caching-Verfahren zum beschleunigten Programmstart nutzen würden und damit das Patent verletzen sollen.

Die Computer Acceleration Corporation gibt an, dass Microsoft schon seit längerem von der Patentverletzung wissen würde, nicht reagiert habe und weiterhin das Patent verletzen wird. Aus diesem Grunde drängt der Kläger auf ein abgekürztes Gerichtsverfahren - und eine Entschädigung.

Wer im Internet nach der Computer Acceleration Corporation sucht, wird nicht fündig, allerdings steht in der Patentschrift eine "Acceleration Software International Corporation", die heute unter dem Namen eAcceleration Corporation auftritt und die auf der eigenen Website das Patent 5,933,630 zu seinen Errungenschaften zählt. EAcceleration wurde vor einigen Jahren als Adware-Anbieter gelistet, beendete dies aber und bietet heutzutage Windows-Tools gegen Schadsoftware und zur Systembeschleunigung.


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