Provider sollen für Tauschaktivitäten ihrer Kunden zahlen
Dazu sollen von den Providern ähnlich wie von Radiosendern pauschale Lizenzen erhoben werden. Die Organisation wünscht sich dabei eine Änderung im Urheberrechtsgesetz, das die Rolle von ISPs beim Musiktausch einschließen soll. Die Plattengesellschaften und Musiker würden anteilig von den Gebühren profitieren.
Die Initiative der Association of Independent Music (Aim) zielt darauf ab, von Einzelklagen gegen Urheberrechtsverletzer abzurücken und das Musik-Sharing zu einer Dienstleistung der ISPs zu machen. Die ISPs würden künftig gemäß dem Vorschlag als eine Art Zwischenhändler zwischen den Kunden und der Musikindustrie auftreten.
Die Überlegungen gehen dahin, dass man eine Kollektivlizenz erhebt, ähnlich wie es gegenwärtig bei den Radiolizenzen in Großbritannien der Fall ist. Letzlich will man die Gebührenpflicht auf alle Firmen ausweiten, die einen kommerziellen Nutzen aus dem Musiktausch bzw. dem Hosting von Musik erzielen.
Die Vereinigung der britischen Internet Services Provider (ISPA UK) teilte der BBC gegenüber mit, dass ihre Mitglieder illegale Aktivitäten im Internet inklusive Urheberrechtsverletzungen nicht unterstützen würden. Man habe aber keine Verantwortung für den illegalen Datentausch, da die Inhalte nicht auf den Servern der Mitglieder gehostet würden. Auch wenn die Dateien über die Netze der ISPs übertagen würden, seien die Provider nur Mittler. Dies sei auch in den gesetzlichen E-Commerce-Regularien von 2002 so verankert.