Filesharing: Britische ISPs sollen Usern den Stecker ziehen
Bislang ging die BPI gegen einzelne Rechteverletzer vor, die urheberrechtlich geschütztes Material in Tauschbörsen anboten. Bislang wurden 139 Verfahren angestrengt. Von den fünf Fällen, die vor Gericht gingen, verlor die BPI nach eigenen Angaben keinen einzigen.
Die Schritte gegen die Provider zielen hingegen in eine neue Richtung. Mit dieser Maßnahme will die Musikindustrie mit einer größeren Zahl von Fällen schneller und effizienter umgehen.
BPI-Vorsitzender Peter Jamieson erklärte, dass man vor den Gerichten zeigen konnte, dass unerlaubtes Filesharing gegen das Gesetz ist. Man habe auch vor Monaten schon gesagt, dass es unakzeptabel sei, dass ISPs sich gegenüber Urheberechtsverletzungen blind stellen. Man habe Tiscali und Cable & Wireless gegenüber den zweifelsfreien Beweis erbracht, dass über ihre Dienste Urheberechtsverletzungen begangen wurden. Es liege nun an ihnen, Ordnung zu schaffen und die Filesharer abzuklemmen.
Die BPI hat über die Tauschbörsen selbst 17 IP-Adressen von Tiscali und 42 von Cable & Wireless ermittelt. Welchen Anwender die IPs zum fraglichen Zeitpunkt zugeordnet waren, wisse nur der Provider selbst. Die Provider sollten die Zugänge abklemmmen, bis die 59 Tauschbörsianer schriftlich erklären, unerlaubtes Filesharing einzustellen.