Hellgate-Quellcode gestohlen?
Shawn Andrich schreibt(öffnet im neuen Fenster) in seinem Blog "Gamers with Jobs Press Pass", dass eine verlässliche Quelle davon berichtet hätte, dass das Flagship-Netzwerk von einem Chinesen gehackt wurde. Dieser habe den Quellcode entwendet und würde nun versuchen, ihn über eine eigene Website zu verkaufen.
Flagship-Chef Bill Roper habe Andrich gegenüber auf Nachfrage angegeben, dass die Gerüchte über den Quellcode-Klau auch Flagship zu Ohren gekommen seien. Allerdings habe Roper die Geschichte noch nicht bestätigen oder dementieren können. Aus Sicherheitsgründen sei zwischenzeitlich das Netzwerk des Entwicklerstudios heruntergefahren und vermutlich auch besser gesichert worden.
Auch gegenüber 1UP(öffnet im neuen Fenster) bestätigte Roper, dass Flagship gerade sein Netzwerk und die Rechner überprüfe. "Natürlich macht uns das Sorgen und wir gehen der Sache nach, aber wir haben noch keine weiteren Informationen ermitteln können, die diese Gerüchte untermauern" , so Roper gegenüber der Spiele-Website. Es bleibt also abzuwarten, ob Flagship die Angelegenheit klären und letztlich auch entwarnen kann.
Wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, könnte das die Entwicklungszeit verlängern. Bei Valves Half-Life 2 führte ein Codeklau nicht nur dazu, dass Teile des Quellcodes im Netz auftauchten, sondern auch zu einer einjährigen Verspätung. Ein Codeklau ist vor allem bei Netzwerkspielen unangenehm, da bereits im Vorfeld Cheats entwickelt werden könnten. Das könnte bedeuten, dass der Netzwerk-Code und andere Teile von Hellgate überarbeitet bzw. neu geschrieben werden müssten.
Die Dämonen-Hatz Hellgate: London ist das erste Projekt von Ropers Spielestudio. Gegründet wurde Flagship von David Brevik, Max Schaefer, Erich Schaefer, Bill Roper und Kenneth Williams, die alle vorher Führungspositionen bei Blizzard North besetzten und unter anderem mit für die Entwicklung von Diablo und Starcraft verantwortlich waren. Bis jetzt wurde kein Termin für die Fertigstellung von Hellgate genannt.



