• IT-Karriere:
  • Services:

Chinas Firewall lässt sich umgehen

Regierungsrechner senden TCP-Reset-Pakete

Britische Wissenschaftler haben die Funktionsweise der chinesischen Firewall entschlüsselt und einen Weg gefunden, diese zu umgehen. Die Volksrepublik China filtert mit ihrer Firewall den Traffic ihrer Einwohner um so den Zugriff auf unerwünschte ausländische Seiten zu unterbinden. Der Filter sucht dabei nach bestimmten Schlüsselworten.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Die Firewall ist ein Werkzeug der chinesischen Regierung, um das Internet zu zensieren. Dafür wird der Webtraffic nach bestimmten Schlüsselworten durchsucht. Wird ein nicht erlaubtes Schlüsselwort gefunden, so beendet sich die Verbindung und der Anwender erhält keinen Zugriff auf die Internetseite. Die britischen Forscher Richard Clayton, Steven Murdoch und Robert Watson haben sich nun eingehend mit dieser Filtertechnik befasst und ihre Funktionsweise erklärt.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Rentenversicherung Rheinland, Düsseldorf
  2. LORENZ Life Sciences Group, Frankfurt am Main

Nach ihren Erkenntnissen erfolgt die Filterung nicht in den Routern der Regierung, sondern in gesonderten Rechnern. Erkennen diese ein Schlüsselwort, so verhindern sie allerdings nicht, dass dieses durch den Router nach draußen gelangt. Vielmehr generieren die Computer TCP-Reset-Pakete, die an beide Seiten der Verbindung gesendet werden und damit einen Abbruch der Verbindung provozieren. Damit haben die Forscher auch einen Weg gefunden, die Firewall zu umgehen: Laut ihrer Aussage würde es reichen, diese Reset-Pakete zu ignorieren um die Verbindung zu erhalten. Eine etwas ausgeklügeltere Variante wäre, die Anzahl der einzelnen Hops zu überprüfen, um so festzustellen von wo die Reset-Pakete kommen.

Mit Betriebssystemen wie Linux in Verbindung mit IPTables ist es kein Problem die entsprechenden Pakete zu verwerfen. Die Wissenschaftler schlagen aber vor, dass Betriebssystem-Anbieter dieses Verhalten grundsätzlich einstellen um so chinesischen Bürgern Zugriff auf das Internet zu gewähren. Allerdings weisen sie auch darauf hin, dass die chinesische Regierung bestimmte Seiten ohnehin blockiert und andere Techniken, wie beispielsweise Proxys, eingesetzt werden müssen, um diese aufrufen zu können. Die beste Lösung wäre jedoch den Traffic zu verschlüsseln um so sämtliche Filtermethoden zu umgehen. Die Forscher haben ihre Arbeit Ende Juni 2006 auf dem "6th Workshop on Privacy Enhancing Technologies" in Cambridge vorgestellt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

King Euro 04. Jan 2008

Ist zwar schon ein Weilchen her, aber: "nichtangezeigt" "daß" "auserdem" So, .. *fg*

grumpy 09. Jul 2006

Problem ist,daß das Tor Netzwerk durch IP blacklist gesperrt werden kann. Bei JAP ist es...

grumpy 09. Jul 2006

Hat schon einer etwas in der Richtung hin gecodet http://hydra.geht.net/tino/project...

nurimvorbeigehen 07. Jul 2006

ich bin informatiker. das ganze hab ich von bekannten, die ethnologie bzw theologie und...

luke_skyroads 06. Jul 2006

="Die chinesische Firewall"(Sogar vom Satellit aus zu sehen.)


Folgen Sie uns
       


Cyberpunk 2077 angespielt

Cyberpunk 2077 dürfte ein angenehm forderndes und im positiven Sinne komplexes Abenteuer werden.

Cyberpunk 2077 angespielt Video aufrufen
Threat-Actor-Expertin: Militärisch, stoisch, kontrolliert
Threat-Actor-Expertin
Militärisch, stoisch, kontrolliert

Sandra Joyces Fachgebiet sind Malware-Attacken. Sie ist Threat-Actor-Expertin - ein Job mit viel Stress und Verantwortung. Wenn sie eine Attacke einem Land zuschreibt, sollte sie besser sicher sein.
Ein Porträt von Maja Hoock

  1. Emotet Die Schadsoftware Trickbot warnt vor sich selbst
  2. Loveletter Autor des I-love-you-Virus wollte kostenlos surfen
  3. DNS Gehackte Router zeigen Coronavirus-Warnung mit Schadsoftware

Galaxy Note 20 im Hands-on: Samsung entwickelt sein Stift-Smartphone kaum weiter
Galaxy Note 20 im Hands-on
Samsung entwickelt sein Stift-Smartphone kaum weiter

Samsungs Galaxy Note 20 kommt in zwei Versionen auf den Markt, die beide fast gleich groß, aber unterschiedlich ausgestattet sind.
Ein Hands-on von Tobias Költzsch

  1. Samsung Galaxy Watch 3 kostet ab 418 Euro
  2. Galaxy Tab S7 Samsung bringt Top-Tablets ab 681 Euro
  3. Galaxy Buds Live Samsung stellt bohnenförmige drahtlose Kopfhörer vor

Sysadmin Day 2020: Du kannst doch Computer ...
Sysadmin Day 2020
Du kannst doch Computer ...

Das mit den Computern könne er vergessen, sagte ihm das Arbeitsamt nach dem Schulabschluss. Am Ende wurde Michael Fischer aber doch noch Sysadmin, zur allerbesten Sysadmin-Zeit.
Ein Porträt von Boris Mayer


      •  /