Abo
  • Services:

Microsoft unterstützt OpenDocument

Add-Ins für Word, Excel und PowerPoint als Open Source

Microsoft macht in Sachen Office-Dokumente eine Kehrtwende. Unter dem Druck von Regierungsstellen kündigte Microsoft an, das freie OpenDocument-Format zu unterstützen, wenn auch eher durch die Hintertür. Auch ältere Office-Versionen sollen um Unterstützung für den ISO-Standard erweitert werden. Bislang hatte Microsoft das Format als unzureichend abgetan und sich nicht an dessen Entwicklung beteiligt, mit dem aktuellen Schritt rückt man von dieser Einstellung allerdings auch weiterhin nicht ab.

Artikel veröffentlicht am ,

Zusammen mit Partnern ruft Microsoft das "Open XML Translator Projekt" ins Leben, das eine Brücke zwischen Microsofts Office-Open-XML-Formaten und dem OpenDocument-Format (ODF) schlagen soll. Man reagiert damit auf das Drängen von Regierungen und Verwaltungen, da diese mit Nutzergruppen zu tun haben, die ODF einsetzen. Diverse Office-Lösungen wie OpenOffice.org, KOffice, Gnumeric und Textmaker unterstützen OpenDocument von Hause aus.

Stellenmarkt
  1. Klinikum Nürnberg, Nürnberg
  2. Hays AG, Raum Frankfurt am Main

Die Office-Unterstützung für OpenDocument soll als Add-On kostenlos auch für einige ältere Office-Versionen zur Verfügung gestellt werden. Die Werkzeuge zur Umwandlung von Open-XML-Formaten in OpenDocument sollen dabei als Open Source zur Verfügung gestellt werden.

Nutzer sollen zwischen den beiden Formaten wählen können, kommentiert Jean Paoli, General Manager für Interoperabilität und XML-Architectur bei Microsoft. Man sei sich dennoch sicher, dass Open XML die Bedürfnisse von Millionen Kunden erfüllt und hält daran fest, das Format zusammen mit Partnern als weltweiter Standard zu etablieren. Derzeit ist aber nur das Konkurrenzformat OpenDocument von der ISO als internationaler Standard zertifiziert.

Nach Ansicht von Microsoft bedienen die beiden Formate sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Mit dem Schritt, die nun angekündigten bidirektionalen Umwandlungswerkzeuge als Open Source zur Verfügung zu stellen, will Microsoft auch die Unterschiede und Nachteile der beiden Formate deutlich machen und sieht die eigenen Open-XML-Formate klar im Vorteil, vor allem im Hinblick auf eine barrierefreie Nutzung.

OpenDocument sei in seinen Möglichkeiten limitiert und werde erst jetzt in verschiedenen OASIS-Arbeitsgruppen um wichtige Funktionen erweitert. Daher werde es bei der Umwandlung zwischen den Formaten Kompromisse geben müssen.

Office 2007 soll dazu mit einer speziellen Menü-Option ausgestattet sein, die Nutzer auf Add-Ins z.B. zum Umgang mit PDF, XML Papert und auch ODF hinweist. Diese Add-Ins stehen zum Download zur Verfügung und sollen sich leicht installieren lassen.

Entwickelt werden die Werkzeuge zur Umwandlung der Office-Formate von Microsoft in Zusammenarbeit mit dem französichen IT-Anbieter Clever Age sowie Aztecsoft aus Indien und Dialogika aus Deutschland. Ein erster Prototyp für Word 2007 kann ab sofort auf Sourceforge.net heruntergeladen werden und steht unter einer BSD-Lizenz. Noch in diesem Jahr soll die Software fertig gestellt werden, Add-Ins für Excel und PowerPoint sollen 2007 folgen.

In älteren Office-Versionen sollen sich die Add-Ins über ein Compatibility-Pack nutzen lassen, das auch Unterstützung für Open XML mitbringt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. B360-Pro Gaming WiFi für 96,89€ statt 112,99€ im Vergleich und X470-Plus Gaming für...
  2. (u. a. MU9009 55-Zoll-Curved für 929€ statt ca. 1.100€ im Vergleich)

Melanchtor 07. Jul 2006

Und du gibst jetzt jedem BWLer, der seine komplexen Zusammenhänge recht gut mit Excel...

Midsommer 06. Jul 2006

... na ich denke das die meisten computer Bild leser noch nie Office verwendet haben...

Marek 06. Jul 2006

Ab auf die Trollwiese mit dir..

florian... 06. Jul 2006

Wenn sie die Konvertierung wirklich offen legen, könnte OpenOffice das nutzen um die...

Melanchtor 06. Jul 2006

Nur gut, dass hier von der BSD die Rede ist...


Folgen Sie uns
       


Fahrt mit Alstoms Brennstoffzellenzug - Bericht

Wasserstoff statt Diesel: Der Nahverkehrszug der Zukunft soll sauber fahren. Der französische Konzern Alstom hat einen Zug mit einem Brennstoffzellenantrieb entwickelt, der ohne Oberleitung elektrisch fährt. Wir sind eingestiegen.

Fahrt mit Alstoms Brennstoffzellenzug - Bericht Video aufrufen
Noctua NF-A12x25 im Test: Spaltlos lautlos
Noctua NF-A12x25 im Test
Spaltlos lautlos

Der NF-A12x25 ist ein 120-mm-Lüfter von Noctua, der zwischen Impeller und Rahmen gerade mal einen halben Millimeter Abstand hat. Er ist überraschend leise - und das, obwohl er gut kühlt.
Ein Test von Marc Sauter

  1. NF-A12x25 Noctua veröffentlicht fast spaltlosen 120-mm-Lüfter
  2. Lüfter Noctua kann auch in Schwarz
  3. NH-L9a-AM4 und NH-L12S Noctua bringt Mini-ITX-Kühler für Ryzen

Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
Wonder Workshop Cue im Test
Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.
Ein Test von Alexander Merz


    Indiegames-Rundschau: Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht
    Indiegames-Rundschau
    Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht

    Battletech schickt Spieler in toll inszenierte Strategieschlachten, eine königliche Fantasywelt und Abenteuer im Orient: Unsere Rundschau stellt diesmal besonders spannende Indiegames vor.
    Von Rainer Sigl

    1. Indiegames-Rundschau Mutige Mäuse und tapfere Trabbis
    2. Indiegames-Rundschau Zwischen Fake News und Mountainbiken
    3. Indiegames-Rundschau Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte

      •  /