Windows-Mobile-Smartphone mit Mini-Tastatur und VGA-Display
Sharps W-Zero3 [es] wird mit Opera-Browser ausgeliefert. Sharp hat in Japan ein Windows-Mobile-Gerät vorgestellt und verstärkt damit sein Engagement im Smartphone-Markt. Die Japaner sind bereits seit längerem im verwandten PDA-Segment tätig, setzen dort aber vornehmlich auf Linux. Das neu vorgestellte Smartphone W-Zero3 [es] besitzt eine ausklappbare Mini-Tastatur, ein Display mit VGA-Auflösung und einen Steckplatz für mini-SD-Cards sowie eine 1,3-Megapixel-Kamera.
Die Mini-Tastatur im QWERTY-Format lässt sich seitlich aus dem Gehäuse schieben, um darauf etwa E-Mails zu schreiben oder längere Notizen einzugeben. Im Tastaturmodus arbeitet das 2,8 Zoll große Display im Querformatsbetrieb, so dass der Nutzer bei einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln recht komfortabel im Internet surfen kann.
Für die reinen Handy-Funktionen steht eine passende Klaviatur unterhalb des Displays bereit, das im Hochformat eine Auflösung von 480 x 640 Pixeln liefert und bis zu 65.536 Farben darstellt. Mit der eingebauten 1,3-Megapixel-Kamera lassen sich Fotos und Videos aufnehmen. Das Herzstück im 135 x 56 x 21 mm messenden W-Zero3 [es] ist ein XScale-Prozessor von Intel des Typs PXA270 mit einer Taktrate von 416 MHz.
Der interne RAM-Speicher fasst 64 MByte und von dem 128 MByte Flash-ROM kann der Anwender zusätzliche 60 MByte nutzen. Über einen Steckplatz lässt sich der Speicher zudem mit einer mini-SD-Card aufstocken. WLAN und Bluetooth bietet das Smartphone nicht, aber eine Infrarotschnittstelle dürfte an Bord sein, auch wenn die verfügbaren Datenblätter dies nicht erwähnen.
Das Betriebssystem Windows Mobile 5.0 besitzt Programme zur Termin-, Adress- und Aufgabenverwaltung sowie Mobile-Varianten von Word, Excel und PowerPoint. Für die Musik- und Videowiedergabe steht der Windows Media Player 10 Mobile bereit und PDF-Dokumente zeigt der mitgelieferte Picsel-Viewer. Zusätzlich zur E-Mail-Applikation Outlook Mobile spendiert Sharp dem Gerät einen weiteren E-Mail-Client. Üblicherweise vertrauen Hersteller von Windows-Mobile-Geräten auf Microsofts Mobile-Variante des Internet Explorer. Nicht so Sharp, die dem Smartphone als Auffälligkeit zusätzlich Operas Webbrowser beilegen.
Als Besonderheit arbeitet der USB-Anschluss am W-Zero3 [es] auch als Host, so dass sich etwa eine beliebige Tastatur an das Smartphone anschließen und betreiben lässt. Das 175 Gramm wiegende Smartphone erreicht mit einer Akkuladung eine Sprechdauer von bis zu 7 Stunden und soll im Bereitschaftsmodus etwa 12 Tage durchhalten.
Seit längerem ist Sharp bereits im PDA-Segment aktiv und bietet in diesem Markt mit Linux bestückte Geräte. Diese Linux-PDAs vertreibt der Konzern seit einer Weile ausschließlich im asiatischen Raum und ist damit auf dem restlichen Weltmarkt nicht aktiv. Ob das nun für den japanischen Markt vorgestellte Windows-Mobile-Smartphone W-Zero3 [es] auch nach Deutschland kommen wird, ist derzeit nicht bekannt.