GTK+ 2.10 mit neuer Druckunterstützung
Mit "GtkPrintOperation" ist ein neues API zum Drucken enthalten, das portabel sein soll. Allerdings ist auch ein Unix-spezifisches API enthalten. Mit dem darunterliegenden Drucksystem wird über ladbare Module kommuniziert, die derzeit für CUPS und Lpr verfügbar sind. Die Druckfunktionen nutzen außerdem die aktuelle Version 1.2 der 2D-Grafikbibliothek Cairo .
GTK+ 2.10 enthält eine neue Funktion, um die zuletzt verwendeten Dateien anzuzeigen und die Komponente GtkNotebook nutzt nun Drag-and-Drop, um Tabs zu verschieben. Entwicklern stehen darüber hinaus drei neue Widgets zur Verfügung, unter anderem, um klickbare Hyperlinks darzustellen.
Der Dateiauswahldialog kommuniziert nun asynchron mit Backends, um das Dateisystem nicht zu blockieren. Damit geht auch eine neue Version des GTK+-Application-Binary-Interfaces (ABI) einher. Der Dialog, um einen bestimmten Pfad zu öffnen, ist nun fest im Dateiauswahldialog integriert und muss nicht mehr manuell über eine Tastenkombination aufgerufen werden. Weitere Verbesserungen gab es bei der Theme-Unterstützung und der Zusammenarbeit von GTK+-Oberflächen mit Touchscreens.
Das Gimp Drawing Kit (GDK) - das als Wrapper zwischen X Window System und GTK+ einfache Rendering-Aufgaben übernimmt - erhielt nun ein Backend für MacOS X und DirectFB. Beide sind jedoch weiterhin als experimentell gekennzeichnet und dienen Programmierern damit eher zum Ausprobieren. Die Grafikbibliothek GdkPixbuf kann zudem TIFF-Dateien speichern.
GTK+ 2.10 steht ab sofort unter ftp.gtk.org(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit.



