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Interview: Wine - spieletauglich und mit Antivirenfunktionen

Golem.de: Wie sieht CodeWeavers denn die Chancen für dieses Produkt, da viele Windows-Anwendungen auch in einer Variante für MacOS X existieren?

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Julliard: Es wird einen anderen Schwerpunkt haben. Es ist klar, dass die großen Anwendungen wie Microsoft Office nicht interessant sind, da es sie bereits für MacOS gibt. Es gibt aber auch eine Reihe von Programmen, die es auf dem Mac nicht gibt, Outlook und Visio beispielsweise. Vor allem auch viele Spiele, also konzentrieren wir uns darauf, diese zu unterstützen. Ich denke, diese Situation wird auch in der Linux-Welt auftreten. Der Bedarf für Microsoft Office nimmt ab, da es zuverlässige Alternativen wie OpenOffice gibt. Der Fokus wird sich also auf beiden Plattformen hin zu exotischeren Applikationen bewegen.

Die größte Herausforderung für uns ist nun, dass es auf dem Weg weg von den Blockbuster-Anwendungen weniger Nutzer für jedes Programm gibt. Wir müssen also eine breitere Basis unterstützter Applikationen bieten, um dieselbe Anzahl an Kunden zufrieden zu stellen.

Golem.de: Wie möchten Sie dies erreichen? Viele Nutzer schauen sicher nur auf die großen Applikationen, die es auch für MacOS gibt.

Wine
Wine
Julliard: Ich denke nicht, dass es ein Problem sein wird, Kunden zu finden, die Windows-Software brauchen, die es nicht für den Mac gibt. Es gibt viele solcher Programme. Die Herausforderung ist eher, genügend Anwender zu finden, die dieselbe Software wollen, so dass sich die Zahlen für uns lohnen. Ein Weg, um dies zu erreichen, ist das "CodeWeavers Compatibility Center". Dort können Anwender für Programme, die sie haben wollen, abstimmen und Geld für die Arbeit an bestimmten Anwendungen stiften.

Wenn Wine besser wird und Fehler korrigiert werden, wird es außerdem zunehmend einfacher, für uns neue Anwendungen zum Laufen zu bringen. Dadurch wird es für uns hoffentlich machbar, Anwendungen zu unterstützen, für die es nur bei wenigen Nutzern Bedarf gibt.

Golem.de: CodeWeavers hat vor längerer Zeit auch bekannt gegeben, dass es Überlegungen über eine FreeBSD-Portierung gibt. Wie weit ist dieser Gedanke fortgeschritten und wird die Portierung durch die Arbeit an der MacOS-X-Version erleichtert?

Julliard: Es wird unter Umständen ein bisschen einfacher, obwohl FreeBSD und Darwin unter der Haube ziemlich unterschiedlich sind. Zumindest was die Funktionen des Kernels angeht, die wir nutzen. Eine FreeBSD-Version ist sicherlich machbar, aber es arbeitet noch niemand von uns daran. Es fehlt die notwendige Nachfrage, um die Entwicklungskosten zu rechtfertigen.

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nudeldieb 29. Sep 2006

Alexandre Julliard sieht ein bißchen aus wie Gordon Freeman, oder? Half-Life2 läuft ja...

blub 11. Jul 2006

Den harten Kern können sie eigentlich noch immer von wine übernehmen, zumindest den...

blub 11. Jul 2006

Zumindest in der Theorie, ich habs zumindest bis jetzt nicht geschafft die Treiber für...

ScrewItFix 07. Jul 2006

Hi, "110011010" hat Vollkommen Recht ! Windows ist wie das (immer) neue Persil...

radar 07. Jul 2006

Zu teuer? 60 - 70 Euro für Windows XP Home OEM ist nicht zu viel. Plattenplatz zu viel...


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