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PSP: Firmware-Downgrader und unerlaubte Kopien

Sony Computer Entertainment wird die Firmware 1.50 nicht los. Sony Computer Entertainment hat ein Problem: Nicht nur, dass vor kurzem eine Möglichkeit aufgetaucht ist, die Firmware-Versionen 2.5 und 2.6 der PlayStation Portable durch die "unsichere" Firmware 1.50 zu ersetzen. Nun fand ein Tüftler auch noch eine weitere Methode heraus, wie mit der Firmware 1.50 und Zusatzsoftware direkt Kopien von bestimmten Spielen von der UMD auf den Memory Stick gezogen werden können.
/ Christian Klaß
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Der PSP 2.5/2.6 Downgrader(öffnet im neuen Fenster) von Dark Alex, Mathieulh und Yoshihiro vom SonyXTeam ist mittlerweile in der endgültigen Version erhältlich und erlaubt es, unter Verlust der Garantie und evtl. der Funktionstüchtigkeit der PSP selbige auf die Firmware-Version 1.50 zu bringen. Dabei sind einige Hürden zu bewältigen, dafür gibt es dann aber die schlichte Firmware 1.50 und die Möglichkeit, selbst geschriebene Software mit weniger Umwegen ausführen zu können. Der PSP-Downgrader funktioniert derzeit nicht bei PSP-Modellen mit TA82-Mainboard(öffnet im neuen Fenster) .

Eine weniger noble Art, die Firmware 1.50 zu nutzen, hat nun " IndianCheese(öffnet im neuen Fenster) " entdeckt: Durch Zufall fand er laut eigener Angabe heraus, dass netzwerkfähige PSP-Spiele mit einem selbst geschriebenen Dateiverwaltungs-Tool einfach kopiert werden können. Mit Hilfe des iR Shell getauften PSP-Tools ist es dem Tüftler möglich, in einem UMD-Verzeichnis liegende Daten, die sonst vom Spiel per WLAN an Mitspieler ohne das gleiche Spiel gesendet würden, unerlaubt auf einen Memory Stick zu kopieren. Von dort soll sich die Kopie dann auch ohne UMD und ohne zusätzliches Tool starten lassen, wie IndianCheese in einem Video(öffnet im neuen Fenster) demonstriert. Ob der Trick mit allen "Game-Sharing"-Spielen funktioniert, ist bisher nicht bekannt. Die Website von IndianCheese, wo sich das Tool zum Download fand, wurde allerdings von seinem Provider auch schon offline genommen.

Sony Computer Entertainment und Partner werden also in Zukunft sicherstellen müssen, dass bestimmte Firmware-Versionen erforderlich sind, um Spiele überhaupt ausführen zu können. Zwangs-Upgrades gibt es bereits - allerdings sind auch schon PSP-Modchips in Entwicklung und Hacker versuchen immer wieder, neue Schwachstellen in noch als "sicher" geltenden Firmware-Versionen zu finden - sei es, um selbst entwickelte Spiele bzw. Anwendungen ("Homebrew Software") oder leider auch unerlaubte Spielkopien auszuführen.


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