Abo
  • Services:

Unfallrisiko: Betrunken fahren ist wie telefonieren im Auto

Unfallwahrscheinlichkeit steigt mit Handy in der Hand ebenso wie mit Headset

Telefonieren Automobilisten während des Fahrens, schlängeln sie sich genauso unsicher durch den Verkehr wie Menschen, die ein wenig getrunken haben. Dies wollen Psychologen der University von Utah in den USA herausgefunden haben.

Artikel veröffentlicht am , yg

Interessanterweise geht die Studie davon aus, dass nicht das Bedienen der Tasten die Aufmerksamkeit ablenkt, sondern die Gespräche selbst. Daher ist es unerheblich, ob der Fahrer das Handy in der Hand hält oder über die Freisprecheinrichtung telefoniert, so die Forscher.

Stellenmarkt
  1. ETAS, Stuttgart
  2. TE Connectivity Germany GmbH, Feuchtwangen

Die Psychologen beziehen ihre Ergebnisse aus einer Versuchsanordnung mit 40 Probanden. Die Teilnehmer mussten alle an einer Fahrsimulation unter verschiedenen Gegebenheiten teilnehmen. Zuerst durften die Probanden den Parcours normal befahren, anschließend einmal mit einem Mobiltelefon in der Hand, einmal über ein Headset sprechend und einmal nach Alkoholgenuss und entsprechenden 0,8 Promille im Blut.

Das Ergebnis: Fahrer, die ins Handy sprachen, fuhren insgesamt langsamer und brauchten auch 9 Prozent mehr Zeit zum Bremsen. Außerdem brauchten sie 19 Prozent mehr Zeit, um ihre ursprüngliche Geschwindigkeit wieder aufzunehmen. Zusätzlich beeinflusste die Ablenkung durch die Telefonkonversation auch den gleichmäßigen Abstand zum Vordermann. Gemessen wurden Schwankungen um bis zu 24 Prozent hin oder her. Drei Teilnehmer unter den Telefon-Junkies verursachten während des Tests gar einen Unfall.

Mit ein wenig Alkohol im Blut sah die Konzentrationsbilanz ähnlich aus: Auch die angeheiterten Probanden fuhren langsamer - und gleichzeitig aggressiver, da sie weniger Abstand zum Vordermann ließen. Entsprechend ließ beim Bremsen die Reaktionsgeschwindigkeit zu wünschen übrig: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Proband erst vier Sekunden vor einem Zusammenstoß bremsen würde, lag doppelt so hoch. Außerdem wurde mit 23 Prozent mehr Kraft in die Eisen gestiegen. Auch das Unfallrisiko war höher.

Psychologie-Professor David Strayer sagt: "Genauso wie man andere gefährdet, wenn man mit Alkohol im Blut Auto fährt, genauso riskiert man einen Unfall mit dem Handy in der Hand. Der Grad an Unkonzentriertheit ist in beiden Fällen ähnlich."

Bereits im September 2004 belegte eine Studie das erhöhte Unfallrisiko, wenn der Autolenker bei der Fahrt telefoniert, selbst wenn eine Freisprecheinrichtung verwendet wird. Das Gespräch vermindert in jedem Fall die Aufmerksamkeit des Autofahrers. Diese Ergebnisse wurden durch eine weitere Studie vom Juli 2005 bestätigt.



Meistgelesen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  2. (-80%) 11,99€
  3. 12,99€

Ewu 07. Jul 2006

Utah ist der Staat der Mormonen und die trinken tatsächlich nichts. In Utah gibt es...

Marwie 05. Jul 2006

Ja, wenn der Fahrer dauernd zum Beifahrer rüberschaut kann das die Konzentarion...

^Andreas... 05. Jul 2006

Interessiert aber keine Sau ;)

Fuchur 05. Jul 2006

Mich würde noch interessieren, wie sich das mit besoffenen Handytelefonierern verhält?

Fuchur 05. Jul 2006

Also wie sieht das denn eigentlich mit dem Rauchen aus?? Da braucht man zumindest mal...


Folgen Sie uns
       


Energiespeicher in der Cruijff Arena - Bericht

Die Ajax-Arena in Amsterdam wird komplett aus eigenen Akkureserven betrieben. Die USVen im Keller des Gebäudes werden von Solarzellen auf dem Dach und parkenden Elektroautos aufgeladen. Golem.de konnte sich das Konzept genauer anschauen.

Energiespeicher in der Cruijff Arena - Bericht Video aufrufen
KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten
  2. Dota 2 128.000 CPU-Kerne schlagen fünf menschliche Helden
  3. KI-Bundesverband Deutschland soll mehr für KI-Forschung tun

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

Bargeldloses Zahlen: Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt
Bargeldloses Zahlen
Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt

Während Google Pay jüngst hierzulande gestartet ist, lässt Apple Pay auf sich warten. Kein Wunder: Der deutsche Markt ist schwierig - und die Banken sind in einer guten Verhandlungsposition.
Eine Analyse von Andreas Maisch

  1. Bargeldloses Zahlen Apple und Goldman Sachs planen Apple-Kreditkarte

    •  /