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Tyans Supercomputer für zu Hause wird ausgeliefert

Opteron-Cluster mit vier Knoten und 70 GFlops

Der bereits auf der CeBIT 2006 vorgestellte "Typhoon Personal Supercomputer" (PSC) von Tyan ist nun auch in Deutschland erhältlich. Das besonders kompakte System soll Wissenschaftlern und Ingenieuren auch in normalen Büroumgebungen die Leistung eines Supercomputers zur Verfügung stellen.

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Die versprochene Rechenleistung von 70 Milliarden Gleitkomma-Operationen pro Sekunde (GFlops) mit acht Dual-Core-Opterons entspricht in der Tat der eines Supercomputers - aber der von vor etwa zehn Jahren, als mannshohe Cray-Maschinen noch ganze Räume füllten, um diese Leistung zu erzielen.

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Vier Knoten in einem Gehäuse
Vier Knoten in einem Gehäuse
Im Gegensatz dazu passt Tyans PSC aber sogar auf den Schreibtisch. Das Gerät ist 36 x 32 x 68 Zentimeter groß und damit nur wenig größer als handliche Barebone-PCs. Bei Vollbestückung soll das System 1.400 Watt Leistung aufnehmen. Damit lässt es sich noch von herkömmlichen 230-Volt-Steckdosen speisen, viele Staubsauger brauchen genauso viel Strom. Auch unter Last soll der Rechner mit seinen Festplatten und Lüftern nicht mehr als 47 Dezibel Geräusch erzeugen - und wäre damit auch noch halbwegs bürotauglich. Um einen klimatisierten Arbeitsraum kommt man aber mit einer permanent laufenden 1,4-kW-Heizung auf Dauer wohl nicht herum.

Tyan Typhoon PSC
Tyan Typhoon PSC
Das Konzept des PSC erinnert an frühe SGI-Workstations und ist zwischen Blade-Servern und Rack-Clustern angesiedelt. Vier unabhängige Opteron-Boards mit je zwei Prozessorsockeln stecken im Gehäuse, womit sich bis zu 16 CPU-Kerne verbauen lassen. Jeder der Rechner hat eine eigene S-ATA-Festplatte und kann auf bis zu 16 GByte DDR-400-Speicher zugreifen. Die Grafik ist ganz auf Cluster-Anwendungen mit sparsamer Grafikausgabe ausgerichtet: Nur ein per PCI angebundener ATIs Rage XL mit 8 MByte steckt auf jedem der vier Boards. Will man den PSC auch für Visualisierung einsetzen, wird eine zweite Workstation nötig.

Die Knoten des Clusters kommunizieren über je zwei Gigabit-Ethernet-Ports, der nötige effiziente Switch ist nicht im PSC eingebaut, der Kunde muss ihn sich getrennt besorgen. Da die vier Rechner unabhängig arbeiten, lassen sie sich auch getrennt einschalten. Strom erhält jeder der Knoten über ein kompaktes EPS12V-Netzteil. Die Energiewandler sind jedoch nicht im laufenden Betrieb austauschbar. Durch diese Einschränkungen empfiehlt sich der PSC nicht als Server-Ersatz. Als Betriebssysteme sind der Cluster Server 2003 von Microsoft oder Linux vorgesehen.

Tyan selbst verkauft den PSC nur wie ein Barebone, also ohne Prozessoren, Festplatten und Speicher. Dafür sind für die komplette Konfiguration mit vier Boards 3750,- Euro plus Mehrwertsteuer gefordert. Das Unternehmen will den mit vollem Namen "Typhoon PSC B2881YDS4T" genannten Opteron-Cluster ab sofort ausliefern und im dritten und vierten Quartal 2006 auch Versionen für Intels Xeon-5100er-Serie (Woodcrest) und sogar den Desktop-Prozessor Core 2 Duo (Conroe) anbieten. Endgültige Termine und Preise dafür stehen aber noch nicht fest.



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andreasm 05. Jul 2006

danke, leider finde ich dort auch nichts zu der elektrischen Leistungsaufnahme... :(

Alf 05. Jul 2006

J, es geht, aber läuft nicht stabil. Eine Firma hatte mal einen Dual-core und einen...

schnipp 05. Jul 2006

Es sei den der Rechner ist halbwegs anständig konfiguriert :p

superfluence 04. Jul 2006

Bei 3D tuts dank netzwerk-rendering auch eine reihe normaler PCs, wie sie in jedem...

# 04. Jul 2006

Ein Clusterserver - egal unter welchem OS - ist ohne SAN wie ein Auto ohne Räder. Die...


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