AVM ändert Treiberintegration für Suse Linux
Für fast die gesamte AVM-Produktpalette sind Linux-Treiber(öffnet im neuen Fenster) verfügbar und häufig in frühere Suse-Linux-Versionen direkt integriert. Durch Novells Änderung an der Treiberpolitik sind in Suse Linux 10.1 jedoch nur noch Open-Source-Treiber enthalten, AVMs Treiber werden somit nicht mehr integriert. Der Hersteller möchte aber auch in Zukunft alle Produkte unterstützen.
Die Treiber für interne DSL-Controller ermöglichen die Nutzung von ADSL 1.0. Da die Hardware mit neueren Standards wie ADSL 2+ nicht umgehen kann, wird die Software auf dem aktuellen Stand eingefroren und von AVM nicht weiterentwickelt. Sie soll aber auch in Zukunft direkt auf den AVM-Servern verfügbar sein. Die aktiven ISDN-Karten unterstützt der Linux-Kernel direkt, Treiber für die Fritz!Card-Classic-Produkte werden durch das mISDN-Projekt(öffnet im neuen Fenster) angeboten. BlueFritz!USB hingegen wird laut AVM direkt durch BlueZ(öffnet im neuen Fenster) unterstützt, das auch Teil des Linux-Kernels ist. Fritz!Boxen hingegen werden per Ethernet angeschlossen und lassen sich somit unabhängig vom Betriebssystem verwenden. Noch 2006 plant AVM darüber hinaus, einen neuen Treiber für den Fritz!WLAN-USB-Stick zu veröffentlichen. Die Treiber sollen sich unabhängig von der eingesetzen Distribution verwenden lassen, so dass alle Linux-Nutzer davon profitieren.
Damit Nutzer von Suse Linux 10.1 ihre Treiber nicht selbst kompilieren müssen, weist AVM aber auch auf vorgefertigte RPM-Pakete(öffnet im neuen Fenster) für die DSL- und ISDN-Controller hin, für die AVM allerdings keinen Support anbietet. Anwender sollen sich stattdessen an die Suse-ISDN-Mailingliste(öffnet im neuen Fenster) wenden. Ein Problem bleibt jedoch weiterhin bestehen: Sind Anwender für den Internetzugang auf die AVM-Karten angewiesen, können sie die benötigten Treiber nicht von ihrem Computer aus herunterladen.