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Musikindustrie zieht gegen AllofMP3 vor britisches Gericht

High Court gibt grünes Licht für Klage gegen russische Website. Die britische Musikindustrie, vertreten durch die "British Phonographic Industry" (BPI), zieht gegen das russische Musik-Download-Portal AllofMP3.com zu Felde und hat dabei die erste Hürde genommen. Der britische High Court gab grünes Licht für eine Klage gegen AllofMP3 vor einem britischen Gericht, obwohl das Unternehmen dahinter seinen Sitz in Russland hat.
/ Jens Ihlenfeld
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Für die britische Musikindustrie ist dies ein wichtiger Schritt und nicht nur den Briten ist die russische Website ein Dorn im Auge. Dort wurde populäre Musik zu sehr geringen Preisen angeboten, wobei sich AllofMP3 auf ein Abkommen mit der russischen Verwertungsgesellschaft beruft und das eigene Angebot als legal darstellt. Dies sehen die Plattenfirmen anders, was nun auch durch ein britisches Gericht bestätigt werden soll. AllofMP3.com habe keine Erlaubnis der Rechteinhaber für sein Geschäft, so die Argumentation.

AllofMP3.com erreiche sein niedriges Preisniveau nur, da weder die Künstler noch die Plattenfirmen bezahlt werden, heißt es von Seiten der BPI. Der russische Betreiber sieht dies anders: "Verschiedene Regierungsstellen haben in dieser Zeit die Rechtmäßigkeit des Angebots überprüft und keinen Rechtsbruch festgestellt. Kein russisches Gericht hat bisher die Legalität des Angebots in Frage gestellt" .

Hier zu Lande hat die IFPI bereits im Juli 2005 eine einstweilige Verfügung gegen den Betreiber des Angebots erwirkt und war danach sogar gegen Links auf AllofMP3.com vorgegangen. Vertreter der US-Musikindustrie haben gedroht, Russland könne die Aufnahme in die Welthandelsorganisation (WTO) verweigert werden, wenn das Angebot nicht geschlossen wird.


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