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Der schleichende Abgang von Palms Treo 650

Palm beliefert europäische Distributoren nicht mehr mit dem PalmOS-Smartphone. Palm wird keine Modelle des Treo 650 mehr an Distributoren und Großhändler in Europa liefern. Das PalmOS-Smartphone enthält Schadstoffe, die oberhalb der Grenzwerte gemäß der europäischen RoHS-Verordnung liegen, so dass das Smartphone nicht mehr importiert werden darf. Die Lagerbestände des Treo 650 sollen noch bis zum Jahresende 2006 reichen.
/ Ingo Pakalski
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Die am 1. Juli 2006 in Kraft getretene RoHS-Richtlinie(öffnet im neuen Fenster) soll die Einfuhr gesundheitsgefährdender Stoffe in die EU verhindern. Palm setzt im Treo 650 bleihaltiges Lötzinn ein, das oberhalb der Grenzwerte liegt, welche die EU-Richtlinie vorgibt. Daher ist der Import seit dem 1. Juli 2006 nicht mehr erlaubt.

Palm geht davon aus, dass sich die europäischen Großhändler und Distributoren zuvor mit ausreichend vielen Modellen des Treo 650 eingedeckt haben, so dass das PalmOS-Smartphone wohl noch bis zum Jahresende 2006 ohne Probleme zu kaufen sein wird.

Palm verwendete offenbar keine Energie darauf, die RoHS-Vorgaben mit dem Treo 650 einhalten zu wollen. Stattdessen gab Palm bekannt, noch im aktuellen Kalenderjahr ein Smartphone auf den europäischen Markt zu bringen, das die EU-Richtlinien erfüllen wird. Es wird erwartet, dass es sich hierbei um das in den USA schon länger verfügbare Windows-Mobile-Smartphone Treo 700w handelt. Denkbar ist aber auch die Markteinführung des PalmOS-Smartphones Treo 700p , das bislang ebenfalls nur in den USA zu haben ist.


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