Erste Benchmarks von Intels Quad-Core-CPU "Kentsfield"

Inoffizielle Tests mit 5.000 Punkten in 3DMark06

Eigentlich soll Intels erster Prozessor mit vier Kernen erst im ersten Quartal des Jahres 2007 erscheinen. Schon jetzt kursieren im Internet jedoch erste Messwerte des unter dem Codenamen "Kentsfield" bekannten Prozessors, die den Vorserienmodellen eindrucksvolle Leistung bescheinigen.

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Kentsfield ist die Quad-Core-Variante des noch für Juli 2006 angekündigten Desktop-Prozessors "Conroe" mit zwei Kernen, der als "Core 2 Duo" auf den Markt gebracht wird. Wie bei den derzeit aktuellen Pentium-D-Modellen mit Presler-Kern fügt Intel dafür zwei Conroe-Dies in einem Chipgehäuse zusammen. Wie Intel bereits offizell verkündete, soll Kentsfield im ersten Quartal 2007 erscheinen, rund drei Monate früher als ursprünglich geplant. Er wird dann als "Extreme"-Prozessor vermarktet werden und ist mit seinen vier Kernen direkt gegen AMDs 4x4-Plattform positioniert. Einen Markennamen für seine erste Quad-Core-CPU nannte Intel noch nicht, die Highend-Ausgaben des Conroe sollen jedoch "Core 2 Extreme" heißen.

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Bereits Ende 2005 soll Intel unbestätigten Angaben zufolge erste Muster des Kentsfield hergestellt haben - und so wundert es nicht, dass über ein halbes Jahr vor Marktstart nun erste Messergebnisse des Prozessors den Weg ins Web gefunden haben. Der in der Prozessor-Szene bekannte Tester und Übertakter Victor Wang hat in seinem Blog einige Benchmarks des Kentsfield veröffentlicht. Es soll sich dabei um ein Vorserienmodell im Stepping B0 handeln; im Gegensatz zu den üblichen A-Steppings, welche die erste Version eines Prozessors darstellen, dürfte der getestete Kentsfield schon recht nah am Serienmodell sein.

Schon die Version B0 erreicht mit einer einzelnen 7900-GTX-Grafikkarte bei 3,33 GHz genau 5.005 Punkte im CPU-Score des 3DMark06. Dieser Test ist stark auf Multithreading ausgelegt, so dass der Kentsfield seine vier Rechenwerke hier voll ausspielen kann. Er ist damit mehr als doppelt so schnell wie alle derzeit lieferbaren Prozessoren von AMD oder Intel.

Auch bei anderen Tests wie den synthetischen Dhrystone- und Whetstone-Messungen schneidet der Kentsfield sehr gut ab. Zu beachten ist dabei jedoch stets, dass Mehrkern-CPUs auf angepasste Software wie die hier verwendeten Tests angewiesen sind. Zudem wurde der laut Wangs Blog auf 2,66 GHz spezifizierte Kentsfield auf 3,33 GHz übertaktet. Zum Einsatz kam bei den Messungen außerdem das 975XBX-Mainboard "Bad Axe" von Intel - das deutet darauf hin, dass Kentsfield nicht zwingend neue Boards benötigen wird. Über das verwendete BIOS schweigen sich die Postings aus.

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