Klarstellung: Lizenz-Prüfung in Windows bleibt freiwillig

Windows Vista erhält neuen Aktivierungsmechanismus

Ende vergangener Woche berichteten zahlreiche IT-Medien über ein Gerücht, wonach Microsoft die kürzlich aus der Pilotphase kommende Gültigkeitsprüfung für Windows verpflichtend machen werde. Diesen Mutmaßungen widersprach der Software-Gigant nun und stellte klar, dass solche Maßnahmen für Windows XP nicht kommen. Allerdings erhält Windows Vista einen geänderten Aktivierungsmechanismus.

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Microsoft versicherte gegenüber dem US-Magazin Computerworld.com, dass nicht geplant sei, die kürzlich als Final gestartete Lizenz-Prüfung für Windows XP verpflichtend zu machen. Damit bleibt die Gültigkeitsprüfung der Windows-Lizenz auch in Zukunft freiwillig.

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Zahlreiche Medien bezogen sich in der vergangenen Woche auf einen zu diesem Zeitpunkt bereits knapp eine Woche alten Blog-Eintrag, der noch aus der Zeit der Pilotphase der Windows-Lizenz-Prüfung stammte. Darin wurde ein Support-Mitarbeiter aus Redmond zitiert, wonach die Windows-Lizenz-Prüfung im Herbst 2006 verpflichtend werde und ein Windows-System ohne korrekte Lizenz 30 Tage nach einer solchen Prüfung seinen Dienst einstelle. Eine von Golem.de seit dem 29. Juni 2006 laufende Anfrage bei Microsoft zu dem Thema blieb bis zum 4. Juli 2006 unbeantwortet.

Wie Computerworld.com weiter berichtet, wolle Microsoft den Aktivierungsmechanismus in Windows Vista verändern, um den Einsatz von illegalen Windows-Kopien weiter zu erschweren. Wie diese Änderungen im Detail aussehen, ist noch nicht bekannt.

Die Gültigkeitsprüfung von Lizenzen unter Windows XP bleibt dem Anwender damit weiterhin freigestellt und er entscheidet, ob er sich das passende Werkzeug auf den Rechner holt und installiert. Wer die automatische Update-Funktion von Windows XP aktiviert hat, dem wird das Prüfwerkzeug zum Download angeboten. Nach Zustimmung der EULA startet der Download und die Software installiert sich.

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Stimmt der Anwender der EULA nicht zu, unterbleibt dieser Schritt und die betreffende Windows-Lizenz wird auch künftig nicht auf Richtigkeit überprüft. In einem Knowledge-Base-Artikel beschreibt Microsoft, wie sich die Prüfsoftware bei Bedarf wieder deinstallieren lässt. Hat das Werkzeug eine nicht korrekt lizenzierte Windows-Version erkannt, wird der Anwender darauf hingewiesen. Bei der Lizenzprüfung des Betriebssystems verspricht Microsoft, nur Angaben zum Computerhersteller, der verwendeten Sprache und dem Land zu übermitteln. Es würden keine persönlichen Daten nach Redmond übermittelt.

Dennoch sah sich ein Computernutzer in den USA als Opfer einer Spyware, weil sich die betreffende Software ohne Rückmeldung installiert und ohne Bestätigung Daten an Redmond übermittelt habe. Der US-Kunde will eine Klage gegen Microsoft anstrengen und wirft dem Konzern die Verteilung von Spyware vor.

Bereits seit längerer Zeit werden nicht sicherheitsrelevante Windows-Updates nur noch Anwendern mit korrekt lizenzierten Windows-Versionen zur Verfügung gestellt. Besitzer einer Raubkopie oder einer gefälschten Windows-Version können jedoch weiterhin Sicherheits-Patches über die Update-Funktion beziehen.

Nachtrag vom 4. Juli 2006 um 15:40 Uhr:
Mittlerweile hat Microsoft die laufende Anfrage von Golem.de beantwortet und bestätigt, dass der Einsatz der Lizenzprüf-Software freiwillig bleibt. Zudem seien keine Mechanismen vorgesehen, die eine nicht korrekt lizenzierte Version von Windows XP abschaltet und den Einsatz des Rechners unmöglich machen würde, wie ein vereinzeltes Gerücht im Internet mutmaßte.

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