2D-Bibliothek Cairo 1.2 erschienen

Stabile Backends für PDF, PostScript und SVG

Das vektorbasierte Rendering-API Cairo ist in der Version 1.2 verfügbar. Mit der Bibliothek ist die einheitliche Ausgabe von beschleunigter 2D-Grafik auf verschiedenen Plattformen möglich. Die neue Version enthält neue, stabile Backends für PDF, PostScript und SVG. Auch experimentelle Backends sind hinzugekommen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Die 2D-Grafik-Bibliothek Cairo kann verschiedene Ausgabegeräte nutzen wie "xlib", "image" und "win32", also die Ausgabe über das X Window System, einen Grafikpuffer und Windows. In der Version 1.2 sind außerdem die zuvor als experimentell gekennzeichneten Backends für PDF, PostScript und SVG stabil geworden. Sie werden also voll unterstützt und die APIs sollen sich nicht mehr ändern. Die Textunterstützung wurde dabei besonders beachtet, so dass Schriften zumindest als Pfade gerendert werden. Bei PDF und PostScript bettet Cairo Type1- und TrueType-Schriften auch direkt in das Dokument ein. Allerdings ist es mit einem PDF-Betrachter nicht möglich, Text in einer mit Cairo erstellten PDF-Datei zu markieren.

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Zu den weiter als experimentell gekennzeichneten XCB-, Glitz- und Quartz-Backends sind nun auch zwei neue für BeOS und DirectFB hinzugekommen. Das BeOS-Backend soll unter jeder Version des Betriebssystems funktionieren, also auch unter aktuellen Zeta-Versionen. Allerdings können sich die APIs für all diese Backends durchaus noch verändern. Außerdem haben die Entwickler Optimierungen an den bestehenden Ausgabemöglichkeiten vorgenommen und neue Grafikfunktionen hinzugefügt.

Cairo soll auf allen unterstützten Wegen eine einheitliche Ausgabe liefern und dabei soweit möglich Hardware-Beschleunigung nutzen. Das API orientiert sich an den Zeichenoperationen von PostScript sowie PDF und unterstützt so unter anderem Linien, das Ausfüllen von Flächen, Rechtecke, Bézier-Kurven, Splines, Transformationen und Kompositionen sowie Text mit Kantenglättung.

Die Entwickler wollen sich in den nächsten Monaten nun der Optimierung von Cairo widmen und die Leistung steigern. Bei der Fehlersuche sollte besonders auf die Textfunktionen geachtet werden, da diese zu einem Großteil geändert wurden. Cairo 1.2 wird auch von den neuen Druckfunktionen in GTK+ 2.10 eingesetzt.

Die Software wird unter der GNU Lesser General Public License (LGPL) und Mozilla Public License (MPL) angeboten. Die Version 1.2 der Grafik-Bibliothek steht ab sofort zum Download bereit.

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MarMor 03. Jul 2006

Ja, so hatte ich das mit Cairo als SVG-Backend gemeint. P.S.: Ich sehe grade, der...

düse 03. Jul 2006

ich verwende glitz-0.4.4 und jetzt 0.5.6 bereits seit fast einem Jahr weil das in meiner...



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