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Spieletest: Urban Chaos - Gewalt ist auch eine Lösung

Action-Titel von Eidos für Xbox und PlayStation 2. An guten Shootern für Konsolen herrscht bekanntlich keine Mangelware – wer da auffallen will, muss sich schon etwas Besonderes einfallen lassen. Eidos versucht es nun offensichtlich mit drastischer Gewalt: Urban Chaos Riot Response ist jedenfalls deutlich brutaler und blutiger als die meisten anderen Titel in diesem Genre.
/ Thorsten Wiesner
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Der Name "Urban Chaos" gibt das Szenario vor: Eine Großstadt steht kurz vor dem Kollaps, da eine organisierte Gang alle in Angst und Schrecken versetzt, indem sie etwa beständig neue Gebäude in Brand setzt sowie diverse Terroranschläge plant. Helfen kann da nur noch die Elite-Einheit T-Zero und deren Anführer Nick Mason, der – wen wundert's – vom Spieler gesteuert wird.

In sehr linearen Missionen begibt man sich fortan auf Gang-Jagd, wobei nicht zimperlich mit den einzelnen Bandenmitgliedern umgegangen wird: Sobald man einen entdeckt, sollte man ihm am besten sofort umlegen. Eine Pistole gehört von Anfang an zur Ausrüstung, mit der Zeit lassen aber erledigte Gang-Mitglieder immer größere Waffen zurück, die dann einfach aufgesammelt werden können. Immer mal wieder müssen Verbrecher aber auch lebend gestellt werden; in dem Fall setzt man sie "nur" mit einem Elektroschocker außer Gefecht.

Mason ist nicht alleine unterwegs, sondern wird öfter mal von Polizisten, Feuerwehrleuten oder Sanitätern begleitet. Denen kann man per Druck auf das Steuerkreuz simple Befehle geben – etwa, in Deckung zu gehen oder aber ihrem Job nachzugehen und so Leben zu retten. Zudem muss auch auf ihre Gesundheit geachtet werden: Sterben die Hilfskräfte im Kugelhagel, ist die jeweilige Mission meist gescheitert.

Für ein wenig zusätzliche Abwechslung wird zwar gesorgt – es gibt ein Schild, um feindliche Projektile abzuwehren, eine Taschenlampe, um dunkle Bereiche zu erhellen oder Zeitlupen bei besonders schönen Treffern -, prinzipiell leidet Urban Chaos aber leider am recht monotonen Spielablauf; die einzelnen Missionen ähneln sich doch zu sehr, als dass die Motivation lange aufrechterhalten würde. Da hilft es auch nicht viel, dass von Zeit zu Zeit Geiseln befreit werden müssen und zudem besondere Leistungen durch Medaillen belohnt werden, die sich dann in bessere Ausrüstung investieren lassen – die Langeweile kommt früher oder später mit Sicherheit.

Optisch ist Urban Chaos sehr solide, kann aber nicht mit der Grafikpracht eines Black mithalten, wobei das Spiel auf der Xbox minimal besser aussieht als auf der PS2 und auch etwas flüssiger läuft.

Urban Chaos Riot Response hat – aus gutem Grund – keine Jugendfreigabe von der USK erhalten: Das Blut spritzt in Massen, Kopfschüsse werden besonders belohnt, Molotov-Cocktails und Sägen unterstützen die Gewaltorgie zusätzlich; das Spiel ist also definitiv nichts für zimperliche Naturen.

Fazit:
Urban Chaos: Riot Response ist im Großen und Ganzen ein solider Shooter – der es aber auf Grund der Masse an Konkurrenzprodukten schwer haben wird, sich am Markt durchzusetzen. Da hilft auch die massive Gewaltdarstellung nicht: An Genre-Größen wie Black reicht die Gang-Jagd nicht heran.


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