Accoona: Google-Konkurrent mit künstlicher Intelligenz (Upd)
Accoona verspricht den Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Bewertung von Suchbegriffen. Übergibt der Nutzer mehrere Begriffe an die Suchmaschine, analysiert diese deren Bedeutung und verknüpft diese nicht nur. Durch die Bedeutungserkennung findet die Suchmaschine nach Herstellerangaben auch ähnliche Begriffe und Synonyme, so dass etwa bei Eingabe von "Automobil" auch das Suchwort "Auto" gefunden wird. Allgemein verspricht Accoona so bessere Suchtreffer.
Mit einer Funktion namens "SuperTarget Your Search" lassen sich Ergebnislisten nachträglich auf bestimmte Kriterien eingrenzen. Dazu erscheinen auf den Ergebnisseiten im rechten Bereich derzeit sechs verschiedene Drop-Down-Menüs. Darüber lassen sich Ergebnisse etwa auf einen bestimmten Ort eingrenzen oder man lässt sich nur die Seiten eines Herstellers oder einer Person anzeigen. Als weitere Filterkriterien dienen die Sprache und der Anbieter einer Webseite. Ein sechstes Drop-Down-Menü listet die Begriffe der aktuellen Suche. Wird hier ein Begriff gewählt, erhöht dies deren Priorität, so dass möglicherweise andere Suchergebnisse erscheinen.
Die Suchmaschine soll zudem erkennen, in welcher Sprache eine Anfrage gestellt wurde und liefert dann nur Ergebnisse in dieser Sprache. Alternativ kann die Sprache manuell gewählt werden. Neben der normalen Webrecherche bietet Accoona einen so genannten Business-Bereich. Hierüber erhält der Nutzer Kerndaten zahlreicher Unternehmen von Dun & Bradstreet (D&B). Im Nachrichtenbereich werden Meldungen von Online-Tageszeitungen und News-Portalen gefunden.
Ob sich die deutschsprachige Version von Accoona(öffnet im neuen Fenster) noch im Beta-Test befindet oder gleich als Final-Variante gestartet ist, gab der Anbieter nicht bekannt. Der Name Accoona stammt von dem Suaheli-Ausdruck "Hakuna Matata", der "sei nicht besorgt, sondern glücklich" bedeutet.
Über die US-Homepage von Accoona ist eine Toolbar für den Internet Explorer erhältlich, um darüber gezielt auf die Accoona-Suche zuzugreifen. Die " Talking Search Bar(öffnet im neuen Fenster) " bietet ferner eine Vorlesefunktion für englische Webseiten. Zu einem späteren, nicht genannten Zeitpunkt sollen weitere Vorlesesprachen hinzukommen.
Nachtrag vom 30. Juni 2006 um 14:32 Uhr:
Die zunächst offenen Fragen zu den Hintergründen der künstlichen Intelligenz von Accoona konnten im Gespräch mit Accoona geklärt werden. Der Meldungstext wurde daher im ersten Absatz entsprechend angepasst.
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