Zum Hauptinhalt Zur Navigation

nLite - Abgespeckte oder aktuelle Windows-CDs erstellen

Angepasste Windows-CDs erleichtern Administratoren die Arbeit. Mit nLite existiert ein kleines Werkzeug, mit dem man Windows 2000, XP und Windows Server 2003 bei Bedarf von unnötigem Ballast befreien kann. Dank der Möglichkeit, so genannte Textmode-Treiber mit auf die Windows-CD zu integrieren, kann man das Betriebssystem sogar auf SATA-Festplatten installieren, ohne das in die Jahre gekommene Diskettenlaufwerk hervorkramen zu müssen.
/ Andreas Sebayang
104 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Nach der Herausgabe etlicher Release Candidates hat sich der Autor "nuhi" dazu entschlossen, nLite als finale Version 1.0 zur Verfügung zu stellen. Das kleine Werkzeug nimmt dem Anwender einiges ab, wenn es um die Installation der NT-basierten Windows-Versionen geht.

Besonders praktisch ist die Einbindung von Treibern: Nicht ganz zu Unrecht provozierte Robin Miller von Newsforge seinerzeit mit der Aussage, dass Windows für Endkunden nicht zu empfehlen sei und spielte dabei vor allem auf die seit Jahren ungepflegte Treiberunterstützung von Windows-XP-CDs an. Besonders installationskritische Treiber, wie etwa die Unterstützung von Serial-ATA-Laufwerken, lassen sich während einer normalen Windows-Installation nur über das betagte Diskettenlaufwerk nachrüsten. Selbst die vergleichsweise aktuelle offizielle Windows-XP-CD mit dem Service Pack 2 lässt den Anwender im Stich.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Eine Hoffnung stellt hier erst Windows Vista dar, das von Haus aus eine bessere Treiberunterstützung mitbringt und Treiber während der Installation auch von CDs oder USB-Geräten nachladen kann. Mit nLite lassen sich solche wichtigen Treiber direkt in die Windows-CD integrieren. Eine Installation auf SATA-Festplatten stellt dann auch ohne Diskettenlaufwerk kein Problem mehr dar und andere Schnittstellen funktionieren ebenfalls auf Anhieb, sofern man die Treiber integriert hat.

Nicht nur Treiber lassen sich einbinden, sondern auch Voreinstellungen in der Registrierung nimmt man so vor. So kann der Nutzer etwa schon vor der Installation bestimmen, dass der Explorer Erweiterungen bei bekannten Dateitypen wieder anzeigt oder etwa nicht freigegebene Ordner in der Netzwerkumgebung sammelt.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Etliche lästige Neustarts des frischen Betriebssystems erspart sich derjenige, der auch gleich Sicherheits-Patches mit in die CD integriert. Das Service Pack 3 soll erst in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2007 erscheinen . Solange gibt man sich entweder mit dem Windows-Update ab oder greift zu Patch-Paketen, die sich mit nLite einbinden lassen. Bei der Erstellung sollte hier jedoch vorsichtig vorgegangen werden. Insbesondere bei den Sprachversionen ist darauf zu achten, die korrekte Version der verschiedenen bereitstehenden Pakete zu installieren.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Zudem lässt sich Windows mit Hilfe von nLite von unnötigen Komponenten befreien: Eigentlich eher von Paketmanagern unter Linux bekannt, warnt das Tool sogar bei Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Applikationen, die man entfernen möchte. Vor einigen Einstellungsmöglichkeiten wird auch deutlich gewarnt, das Resultat könnte eine unbrauchbare Windows-Installation sein, die den Nutzer vor allem mit schwer nachvollziehbaren Fehlern bestrafen kann. Schließlich lassen sich zusätzliche Anwendungen integrieren. Dem Nutzer steht eine größere Auswahl bereits fertiger Pakete auf der Homepage zur Verfügung(öffnet im neuen Fenster) . Wer viele Einstellungen vornimmt und sich bei diesen nicht sicher ist, sollte seine fertige Installations-CD jedoch erst einmal ausgiebig testen, um vor Überraschungen gefeit zu sein.

Das Erstellen einer mit nLite behandelten Windows-CD benötigt einige Zeit, die der Anwender jedoch wieder einspart, da man auf Wunsch die Windows-Installation auch von selbst ablaufen lassen kann. Bei komplexeren Änderungen an der Windows-CD empfiehlt es sich jedoch, das installierte Betriebssystem etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Trotz Warnhinweisen des Programms ist es durchaus möglich, Windows so weit abzuspecken, dass es nur noch eingeschränkt funktioniert.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Wer sich öfter mit Windows-Installationen beschäftigt, dürfte in dem kostenlosen Werkzeug eine angenehme Lösung finden, ohne gleich das Administrationshandbuch von Windows-XP zu bemühen, um Unattended-CDs in mühevoller Kleinarbeit selber zu erstellen. Aber auch für Anwender, die möglicherweise selten Windows installieren, könnte nLite interessant sein. Immerhin kann man während der Erstellung der CD noch andere Dinge erledigen, während man bei einer regulären Windows-Installation vor allem eines tut: warten auf den nächsten Neustart.

Das Tool nLite ist mehrsprachig und unterstützt alle Sprachversionen von Windows 2000, XP und Windows Server 2003. Auch die 64-Bit-Versionen von Windows XP und Windows Server 2003 werden unterstützt. Um nLite benutzen zu können, benötigt man das .Net Framework 2.0. Der Download ist etwa 1,5 MByte groß und lässt sich von www.nliteos.com herunterladen(öffnet im neuen Fenster) .


Relevante Themen