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Freies Java in einigen Monaten?

Kompatibilität sicherzustellen weiterhin ein Problem. Sun ist nur noch "Monate" davon entfernt, Java unter einer Open-Source-Lizenz zu veröffentlichen, schreibt das IT-Magazin Infoworld. Noch immer sei die Firma mit der Frage beschäftigt, eine Kompatibilität sicherzustellen. Java soll auf keinen Fall in inkompatible Versionen zerfallen.
/ Julius Stiebert
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Unter Berufung auf Simon Phipps, Chief Open Source Officer bei Sun, berichtet Infoworld(öffnet im neuen Fenster) , dass die Firma nur noch Monate davon entfernt sei, eine freie Java-Version zu veröffentlichen. Dabei gebe es noch zwei Probleme, die gelöst werden müssen: Zum einen will Sun sicherstellen, dass keine inkompatiblen Java-Versionen entstehen. Zum anderen soll keine Firma ihre Marktkraft nutzen, um die eigene Java-Implementierung in den Vordergrund zu drängen. Ein solcher Schritt würde das Java-Prinzip "einmal schreiben, überall ausführen" ernsthaft bedrohen, so Phipps.

Die Kompatibilität sei zwingend erforderlich, da im Java-Markt viele Firmen tätig sind, die teilweise voneinander abhängig seien. Eine Änderung, die Javas Kompatibilität verschlechtert, hätte also große Auswirkungen. Der Schlüssel zur Lösung dieses Problems liege in der Lizenz oder darin, dass Sun weiterhin über Java bestimmt, so Phipps. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Phipps ist außerdem der Meinung, dass es keine große Auswirkung auf Sun hat, wenn die Firma Java offen legt. Vielmehr wird Sun seiner Meinung nach auf lange Sicht davon profitieren, da neue Innovationen von außen kämen.

Ein freies Java wird schon lange von verschiedenen Seiten gefordert, auf der JavaOne 2006 hatte Suns CEO Jonathan Schwartz dann das Versprechen für eine freie Version gegeben. Dabei zieht er sogar die GPL als mögliche Lizenz in Erwägung .


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