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Omniglobe - Die Welt zu Gast in der Projektionskugel

Nun auch in Deutschland erhältlich. Der von Globoccess gefertigte Omniglobe wird nun auch in Deutschland verkauft – das von allen Seiten betrachtbare Kugel-Projektionssystem kann beispielsweise die Erde fast komplett darstellen, bewegt und inklusive Wetter- und Standortinformationen sowie mit Videoeinblendungen. Bis sich der projizierte Erdball allerdings mit der Hand drehen lässt oder Detailinformationen auf Fingerzeig darstellt, wird es noch etwas dauern.
/ Christian Klaß
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Im Rahmen einer Pressekonferenz beim exklusiven deutschen Omniglobe-Vertriebspartner Intelligent House Solutions(öffnet im neuen Fenster) wurde ein Projektionsglobus mit einem Durchmesser von 1,5 Metern gezeigt. Den Standfuß mit eingerechnet, ist das ganze über 2 Meter hoch und lässt sich komplett umwandern – anders als bei einer flachen Projektion kann das Präsentationsmaterial damit ganz anders erlebt werden. Letztlich geht es dann auch um eine emotionalere Darstellung von Daten.

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Die sphärische Projektion eignet sich am meisten für eine Darstellung runder Objekte, wie etwa der Erdkugel. Auf der virtuellen Weltkugel lassen sich etwa Tag- und Nachtwechsel, Jahreszeiten-Unterschiede, Klimazonen, Messergebnisse oder Wetterinformationen wie Satellitenbilder von Wolken einblenden. Letzteres lässt sich zwar noch nicht in Echtzeit darstellen, in einigen Tagen soll die Software aber alle drei Stunden das Datenmaterial aktualisieren und aufbereiten können.

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Ersonnen wurde der Omniglobe vom US-Unternehmen ARC Science Simulations(öffnet im neuen Fenster) , gefertigt wird er in Denver und zusätzlich bald auch in Hamburg oder Berlin vom Hersteller Globoccess(öffnet im neuen Fenster) . Dessen Gründer und Vorstand Volkmar Heimann hofft, dass in zehn Jahren die Welt mit Hilfe von Satelliten in Echtzeit auf dem Omniglobe gezeigt werden kann.

Um neue Anwendungsgebiete zu finden, ist Globoccess eine Partnerschaft mit der Fraunhofer Gesellschaft eingegangen; genauer gesagt mit einem Spin-Off der Fraunhofer IuK-Gruppe, der ITSO GmbH. Hierbei geht es vor allem um interaktive Anwendungen.

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Damit die virtuelle Erde und eingeblendete Daten nicht nur beobachtet, sondern auch gedreht, vergrößert oder verändert werden können, soll das Omniglobe-System in Zukunft auch selbst als Eingabegerät dienen können. Zwar ist schon eine Steuerung per Tablett-PC möglich, doch ab Ende 2006 soll per Gestenerkennung mit Hilfe von drei Kameras eine unkomplizierte und direkte Bedienung per Handbewegungen und Fingerzeig möglich werden. Geplant, aber noch Zukunftsmusik ist eine berühungsempfindliche Oberfläche, die auf das Acrylglas aufgedampft werden soll.

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Im Standfuß des demonstrierten Omniglobe arbeitet ein flüssiggekühlter DLP-Projektor aus Panasonics 7000er-Serie, der das vom Computer gelieferte Videomaterial mit einem speziellen Objektiv auf einen komplizierten Parabolspiegel strahlt. Dieser sorgt dafür, dass das Bild entzerrt auf der Innenseite der Acrylglaskugel erscheint. Am deutlichsten ist das Bild in der oberen Hälfte der Kugel, da dort auch der Spiegel sitzt.

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Auf Grund der XGA-Auflösung des zum Einsatz kommenden Projektors ist das Bild aus der Nähe unscharf. Zudem geht dank des Spiegels Leuchtkraft verloren, so dass von den 7.000 ANSI-Lumen nur noch 600 bis 700 Lux übrig bleiben – ein Einsatz des Omniglobe im Außenbereich ist deshalb nicht sinnvoll. Das System ist eher für den Innenbereich mit kontrollierten Lichtverhältnissen gedacht. Das über mehrere Tage hinweg "kalt" geformte Acrylglas besteht zudem aus zwei zusammengesetzten Hälften, an deren Schnittstelle das Bild dunkler bzw. unterbrochen ist.

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Eine höhere Lichtstärke und Auflösung sind zwar möglich, allerdings muss Globoccess dabei u.a. auf die Linsen, die Kühlung und die Größe der einzusetzenden Geräte achten – wegen der speziellen Optik werden zudem mehr Daten von Projektorherstellern benötigt, als manche bereit sind herauszurücken. Eine weitere Möglichkeit: Anstatt eines Projektors lassen sich auch je nach Größe des Omniglobe bis zu drei Projektoren einsetzen. Im größten Modell kommen derzeit zwei zum Einsatz.

Zu den potenziellen Kunden des in drei Größen – 80 cm, 1,50 m und 2 m Durchmesser – gefertigten Omniglobe zählen neben Museen oder Hotels auch Unternehmen, die ihre GPS-bestückten Schiffe, Lkws oder Flugzeuge im Blick behalten oder einfach nur repräsentativ zeigen wollen. Bisher wurde der Omniglobe nur ins Ausland verkauft, etwa in den USA oder Japan, nun geht es auch in Deutschland los. Preislich geht es bei 50.000 Euro für das 80-cm-Modell los, der 1,50-m-Omniglobe liegt bei 110.000 Euro und das 2-Meter-Modell bei 160.000 Euro. Einen großen Anteil am Preis haben vor allem die zum Einsatz kommenden Projektoren.


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