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KDE verbannt die Autotools

KDE-4-Entwicklung nutzt CMake

Die KDE-Entwickler verwenden für KDE 4 nun das von der Firma Kitware entwickelte CMake anstelle der GNU Autotools. Das neue Build-System soll ihnen die Arbeit hauptsächlich erleichtern, gerade auch, da ein Aufruf von CMake alles erledigt, was die ganze Kette der Autotools nacheinander macht.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

CMake wird von der Firma Kitware entwickelt und steht unter einer BSD-artigen Lizenz. Das Unternehmen ist auch für die Entwicklung des Visualization ToolKits und von ParaView verantwortlich, alle Programme sind als Open Source für verschiedene Plattformen erhältlich, was auch für CMake gilt.

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So kann CMake Makefiles für Linux, Windows und MacOS X erstellen und zusätzlich Projektdateien für KDevelop, XCode und Visual Studio generieren. Gerade die einfache Unterstützung für Windows soll es den Entwicklern einfacher machen, ihre Programme auf Windows zu portieren - was für KDE 4 ohnehin angedacht ist.

Die Überlegung, auf CMake umzusteigen, begann bereits bei der Entwicklerkonferenz Akademy 2005, schreibt Alexander Neundorf bei Linux Weekly News (LWN). Auf Grund der schwer nachzuvollziehenden Architektur habe Autotools bei vielen Entwicklern auch den Spitznamen "Auto-Hell", für KDE 4 habe man sich daher für ein neues Build-System entschieden. Zuerst wurde eine andere Lösung bevorzugt, bei der jedoch unerwartete Probleme auftraten. Daher entschied sich das KDE-Team für CMake.

Dafür sprach auch, dass Kitware angeboten hatte, Funktionen zu implementieren, die zum Kompilieren von KDE notwendig sind. Neben der einfachen Syntax und der Plattformunabhängigkeit war aber auch entscheidend, dass sich das Framework einfach konfigurieren und einsetzen lässt. Mittlerweile wurden fast alle KDE-Module auf Linux umgestellt und die KDE-4-Bibliotheken lassen sich unter Linux, verschiedenen BSDs, MacOS X und Windows übersetzen.

Die Autotools-Unterstützung im KDE-4-Entwicklungszweig wurde daher bereits komplett entfernt. Laut Neundorf wäre man ohne die Unterstützung von Kitware nicht so weit gekommen, einige der CMake-Entwickler hätten sich sogar in die KDE-Buildsystem-Mailingsliste eingetragen, um dort zu helfen.

Für die KDE-Programmierer bedeutet der Einsatz von CMake allerdings auch, dass sie sich in dieses neue System einarbeiten müssen. Andererseits soll es ihnen aber die Arbeit auch deutlich erleichtern - besonders in Bezug auf die Unterstützung mehrerer Plattformen. Unter wiki.kde.org gibt es auch weiterführende Informationen für Entwickler, ebenso in Neundorfs LWN-Artikel.

Etwas zum Stand von KDE 4 verriet Neuhaus am Ende seines Artikels auch noch: Im Grunde sehe KDE 4 momentan so aus wie KDE 3.5 - mit dem Unterschied, dass es instabil sei. Normale Nutzer sollten daher in jedem Fall auf eine erste Preview-Version warten, Entwickler hingegen sollten sich gerne mit dem Quelltext beschäftigen. Die neuen Kerntechniken wie Plasma und Solid würden alle noch nicht funktionieren. Die neuen Bibliotheken würden aber schon mit Qt 4 arbeiten, so dass die richtige Entwicklung beginnen könne. Eine Vorschauversion ist für den späten Herbst 2006 geplant.



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Rasi 15. Aug 2007

Hat foobar eine Lyrics-Anzeige? Ja Hat foobar ne Wikipedia Integration? Ja gscheite...

DasOberGNU 27. Aug 2006

...auch wenn GNU ganz stolz auf ihre Autotools ist... ... dieses Toolset ist das letzte...

wdsl 01. Jul 2006

Jo hoffe mal das es noch ne 0.13 für KDE 3.5 geben wird. Denn das Feature wollen wirklich...

lumbar 29. Jun 2006

Jupp :)


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