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Spieletest: Guild Wars Factions - Besser als der Vorgänger

Mehr Fokus auf Spielerkämpfe und Gilden-Aktionen. Guild Wars wurde vor seiner Veröffentlichung mitunter als World-of-Warcraft-Konkurrent gehandelt, wurde allerdings nur eine Art Online-Diablo mit 3D-Grafik. Mit Guild Wars Factions erschien vor einiger Zeit das zweite Kapitel des Online-Spiels, dessen Inhalt wir uns mit diesem Test widmen.
/ Christian Klaß
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Guild Wars Factions spielt auf dem neuen, in drei Nationen unterteilten Kontinent Cantha und unterscheidet sich durch den asiatischen Einschlag der neuen Areale optisch und musikalisch vom ersten Kapitel. Auch die Monster sehen anders aus, zum Teil sind sie gruselig verformt, zum Teil scheinen sie asiatischen Mythen entsprungen. Die Präsentation ist ArenaNet und NCSoft – wie beim ersten Teil – gut gelungen. Die Rüstungen und Waffen der Charaktere sowie ihrer Gegner passen ebenfalls zum neuen Look.

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Bestehende Guild-Wars-Charaktere dürfen in Factions weiter genutzt werden, allerdings nur sofern sie bereits die Stufe 20 erreicht haben. Zwischen den beiden Kontinenten Cantha und Tyria kann per Schiff gewechselt werden. Wer keine Lust mehr auf die bekannten Guild-Wars-Berufe hat, findet in Factions zwei neue: Assassinen sind schnellere Krieger und Ritualisten eine Mischform aus Nekromant und Mönch; beide bringen jeweils einige neue Fertigkeiten mit.

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Bei Guild Wars Factions spielen Gilden endlich eine größere Rolle, weil sie sich zu Allianzen zusammenschließen und diese in Allianz-Kämpfen gegeneinander antreten können. Allianzen gehören zudem zu einer der beiden kriegsführenden Fraktionen, den Kurzick oder den Luxon. In den großen Allianz-Kämpfen geht es um die Eroberung von Territorien – hier treten insgesamt 24 Spieler (12 pro Seite) gegeneinander an. Größere Schlachten gibt es leider auch mit Factions noch nicht.

Teams müssen zudem in so genannten "Competitive Missions" gegeneinander antreten, um Faction-Punkte und damit die Kontrolle von Städten und Dörfern zu erlangen, die den jeweiligen Besatzern Zugriff auf spezielle, sonst nicht zugängliche und sehr harte Elite-Missionen bieten. Davon sollen dann auch wieder die Gilden-Spieler profitieren, denen Spieler-gegen-Spieler-Kämpfe weniger liegen. Ohne Gilde muss auf Derartiges komplett verzichtet werden. Die Allianzen-Faction-Punkte sinken täglich, so dass Spieler immer wieder gefordert sind, um die Kontrolle über eine Stadt nicht zu verlieren.

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In kooperativen Missionen geht es darum, gemeinsam zum Ziel zu kommen, wie es auch bei Guild Wars der Fall war. In den mit Factions neu hinzugekommenen "Challenge Missions" gilt es hingegen nur, alleine möglichst viele Punkte zu machen, seinen Highscore zu verbessern und sich darüber mit anderen zu messen. Zumindest einige Missionen der Hintergrundgeschichte sind auch von reinen Spieler-gegen-Spieler-Fans zu absolvieren, da ihre Erfüllung eine Voraussetzung zum Betreten bestimmter Areale schafft. Mitunter treibt dies auch kuriose Blüten: Besetzte Städte lassen Allianz-Mitglieder erst ein, wenn sie eine Mission für die Gegenseite erledigt haben.

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In den Spieler-gegen-Spieler-Arenen der ersten Guild-Wars-Version haben Factions-Spieler ihre Vorteile, nicht nur mit den neuen Charakterklassen. Auch die neu hinzugekommenen Fertigkeiten geben einen Vorteil – unter anderem weil ähnliche bis identische Fertigkeiten damit öfter bzw. schneller hintereinander ausgeführt werden können. Damit kommen ambitionierte Spieler-gegen-Spieler-Fans zwar kaum um Factions herum, zwingend erforderlich ist es allerdings nicht. Auch mit dem alten Guild Wars kann man noch Spaß im Kampf gegen Factions-Spieler haben.

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Guild Wars Factions erschien Ende April 2006 für Windows-PCs und kostet knapp 40 Euro – eine teurere Sammleredition existiert ebenfalls. Der Vorgänger Guild Wars wird nicht vorausgesetzt, die Kapitel sind jeweils eigenständig. Das dritte Kapitel soll mit einem afrikanisch angehauchten Szenario aufwarten, wird aber noch einige Monate auf sich warten lassen. Auf größere Erweiterungen für ältere Guild-Wars-Kapitel braucht nicht gehofft werden, NCSoft hat klar gemacht, dass immer nur das aktuelle Kapitel ergänzt wird – alle anderen werden nur im Rahmen von Spielbalance-Verbesserungen mit gepflegt.

Fazit:
Guild Wars Factions wird seinem Namen gerechter als der Vorgänger – Gilden spielen nun tatsächlich eine Rolle in der Welt und der Wettstreit zwischen Spielern ist spannender geworden. Gelegenheits- und Einzelspieler werden hingegen viele Inhalte gar nicht zu Gesicht bekommen. Für Rollenspielfans bleibt Factions trotz kleiner Ergänzung wie plappernder Nichtspielercharaktere eine Enttäuschung, allerdings erhebt Guild Wars auch nicht Anspruch darauf, ein Online-Rollenspiel zu sein. Wer schnelle, taktische Spieler-gegen-Spieler-Kämpfe sucht, der ist mit Factions gut bedient.


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