Ausfallraten von PCs sinken, Notebooks immer noch anfällig

Über 20 Prozent aller Notebooks müssen nach vier Jahren repariert werden

Einer Studie der Marktforscher von Gartner zufolge werden PCs immer zuverlässiger. Während das Risiko eines Hardwareschadens bei Desktop-Rechnern gering ist, müssen sich aber über ein Viertel der Besitzer eines älteren Notebooks auf eine Reparatur einstellen.

Artikel veröffentlicht am ,

Gartner zählt als Ausfall jede Reparatur an der Hardware - bei Notebooks etwa auch den Austausch eines Display-Gelenks, aber auch Fehler an Elektronik selbst. Der Erhebung zufolge hat sich die Qualität in den letzten beiden Jahren verbessert. 7 Prozent der Desktop-Rechner, die zwischen 2003 und 2004 gekauft wurden, mussten demnach im ersten Jahr repariert werden. Bei Maschinen aus den Jahren 2005 und 2006 sind es nur noch 5 Prozent. Die Langlebigkeit hat sich im selben Zeitraum auch verbessert: Statt 15 Prozent Ausfällen im vierten Jahr nach Anschaffung sollen es mit moderneren Rechnern nur noch 12 Prozent sein, was aber noch eine Vorhersage ist, da sich die Studie auf Rechner aus den Jahren 2005 und 2006 bezieht.

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Deutlich anfälliger sind immer noch die Notebooks, auch wenn sich die Fehlerhäufigkeit hier stärker reduziert hat. Wer 2003 oder 2004 einen Mobilrechner kaufte, musste sich mit 20-prozentiger Wahrscheinlichkeit auf eine Reparatur noch im ersten Jahr einstellen. Im vierten Jahr der Benutzung waren 28 Prozent der Notebooks defekt. Tragbare Rechner aus den Jahren 2005 und 2006 sind laut Gartner im ersten Jahr nur noch zu 15 Prozent ein Fall für die Werkstatt und hochgerechnet sollen es im vierten Jahr 22 Prozent Ausfälle sein. Als Gründe für diese Verbesserungen führt Gartner bessere mechanische Designs an. Noch immer seien gebrochene Displays die häufigste Fehlerquelle bei älteren Notebooks, was die Hersteller durch stabilere Deckel und einen größeren Abstand zwischen dem Display und der Tastatur im geschlossenen Zustand des Notebooks gemildert hätten.

Bei den aktuelleren Mobilrechnern seien Mainboards und Festplatten mit bis zu 45 Prozent Anteil unter den Defekten die häufigsten Fehlerursachen. Mechanische Probleme, unter anderem mit Display-Gelenken und Rissen im Gehäuse, kommen gleich dahinter, hier gibt Gartner aber keine Prozente an. Der klassische "Kaffee in der Tastatur" ist weiterhin eine häufige Fehlerquelle und erst danach folgen bei modernen Notebooks Probleme mit dem Display. Auch bei den Desktop-PCs sind der Studie zufolge Mainboards und Festplatten die am häufigsten ausgefallenen Komponenten. Gartner führt das bei den Mainboards vor allem auf immer mehr integrierte Teile wie Modems oder Netzwerk-Chips zurück, die nicht mehr einzeln ausgetauscht werden können.

Angesichts der gerade bei Notebooks immer noch hohen Ausfallraten erscheinen die auf mehrere Jahre verlängerten Garantien, die fast alle Hersteller für einige hundert Euro anbieten, beinahe günstig.

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Dorwitt 17. Okt 2008

Die Dell-Support-Medaille hat aber auch eine riesige Schattenseite: In erster Linie...

Ismirwurscht 04. Jul 2006

Bei mir hält es kein Notebook 4 Jahre aus...die meisten sind bisher nach einem Jahr zu...

XP55T2P4 29. Jun 2006

Compaq kenne ich gehäuft nur aus der zeit um 1991. Damals waren die Dinger eigentlich...



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