T-Systems stattet Kinos mit Digitaltechnik aus
Bei der Digitalkinolösung von T-Systems geht es vor allem um das Rechtemanagement zwischen Filminhaber und Vorführer. Verschlüsselte Hauptfilme sollen dabei in digitaler Form per Satellit eingespielt und auf Festplatte gesichert werden, was etwa 30 bis 60 Minuten pro Film dauert. Die zur Wiedergabe nötigen Schlüssel werden hingegen aus Sicherheitsgründen per terrestrisches Netz (ISDN/DSL) übertragen. Auch Trailer, Werbung und alternative Inhalte werden digital eingespeist.
Die Wiedergabe erfolgt schließlich auf 2K-Projektoren, deren Auflösung bisher nur wenig über der von HDTV (1080p) liegt. Kinoprojektionssysteme mit höherer Auflösung entwickeln etwa die Forscher vom Fraunhofer-Institut in Zusammenarbeit mit Industriepartnern wie Kinoton, die auch bei den beiden T-Systems-Demonstrationseinrichtungen mitgewirkt haben.
T-Systems hat einige Säle des Wiener UCI-Kino "Filmpalast Millennium City" und des "Admiral Filmpalast" in Nürnberg mit seiner "Digital Cinema Factory" getauften Technik bestückt. Diese umfasst Ausspiel- und Verteiltechnik einschließlich Systemmanagement. Die Anbindung erfolgte in beiden Fällen über Satellit, obwohl auch andere breitbandige Datenwege zu den Server-Systemen in den Kinos möglich wären.
Zu den Preisen für die digitale Umrüstung eines Kinos wollte T-Systems noch keine Angaben machen, es gebe verschiedene Investitionsmodelle und die Projektionstechnik sei mit Abstand das Teuerste am Ganzen. Dazu kommen noch Empfangsvorrichtung und Server. Die kombinierte Soft- und Hardwarelösung von T-Systems verwaltet dabei die Rechte und Schlüssel.
Gegenüber Golem.de gab ein Sprecher der "Media&Broadcast"-Abteilung von T-Systems an, dass die Installationen vor allem eine Technikdemonstration sein sollen. Ab Herbst 2006 soll es dann richtig losgehen und in den laufenden Betrieb übergegangen werden. Für diesen Zeitraum ist auch ein Wechsel von MPEG-2 zur hochqualitativeren JPEG2000-Kompression geplant.
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