Solaris-Update bringt ZFS mit
In der neuen Solaris-Version unterstützt das Unix-Betriebssystem auch Suns freies Dateisystem ZFS. Dabei handelt es sich um ein 128-Bit-Dateisystem, das laut Sun kommerziellen Dateisystemen überlegen sein soll. Funktionen, wie sie vom Logical-Volume-Manager und RAID bekannt sind, vereint ZFS im Dateisystem, indem es physische Partitionen zu einem so genannten "Pool" zusammenfasst. Darin lassen sich wiederum logische Partitionen anlegen, deren Größe Anwender auch beliebig ändern können. ZFS kann die Partitionsgröße aber auch automatisch ändern, womit Sun den Administrationsaufwand senken möchte.
Ebenfalls hinzugekommen ist das freie Datenbank-Management-System PostgreSQL. Das Update enthält außerdem "Predictive-Self-Healing"-Funktionen für x86- und x86-64-Systeme. In den Kernel integrierte Funktionen sollen drohende Ausfälle einzelner Komponenten rechtzeitig erkennen und davor warnen, um so eine maximale Verfügbarkeit sicherzustellen. IPFilter unterstützt nun auch IPv6 und UDP sowie TCP/IP in Solaris sollen leistungsfähiger arbeiten. Zudem ist ein neues Modell für Access Control Lists (ACL) in Solaris 10 enthalten, das auf den NFSv4-Spezifikationen basiert.
Für eine höhere Geschwindigkeit beim Einsatz von SSL ist ein SSL-Proxy nun direkt in den Solaris-Kernel integriert. Darüber hinaus unterstützt Solaris 10 6/06 PCI Express inklusive Hotplug auf x86-Systemen und bietet ein natives SATA-Framework. Neu hinzugekommen sind außerdem X.org 6.9 und der Realplayer. Über GNOME-Pilot unterstützt Solaris nun außerdem den Abgleich mit PDAs. Auch die Sun Validation Test Suite 6.2 ist Teil der neuen Solaris-Version, mit der sich SPARC- und x86-Hardware testen lässt.
Alle Änderungen listet die Dokumentation(öffnet im neuen Fenster) detailliert auf. Solaris 10 6/06 kann unter sun.com(öffnet im neuen Fenster) kostenlos heruntergeladen werden. Das Betriebssystem ist in weiten Teilen auch unter Suns Open-Source-Lizenz CDDL als OpenSolaris(öffnet im neuen Fenster) zu haben.