Studie: eDonkey-Razzia hat kaum Auswirkungen auf P2P-Traffic
Derzeit liegt der Anteil von P2P-Traffic am Internetverkehr in Deutschland zwischen 50 Prozent (tagsüber) und 80 Prozent (nachts), so ipoque. Davon entfallen rund 50 Prozent auf eDonkey und hier insbesondere eMule, 45 Prozent auf BitTorrent und ca. 2,5 Prozent auf Gnutella. Laut ipoque wird dabei nur BitTorrent in nennenswertem Umfang zum Austausch von legalen Inhalten genutzt.
Die Musik- und Filmindustrie kämpft seit Jahren gegen die Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke über Tauschbörsen und geht aus diesem Grund auch verstärkt gegen Nutzer dieser Systeme vor. Doch die meisten Nutzer zeigen sich laut ipoque-Studie davon unbeeindruckt.
Nach der Aktion der Staatsanwaltschaft Köln in Kooperation mit der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) sank der P2P-Verkehr laut ipoque kurzfristig um rund 15 Prozent. Bereits nach drei Wochen erreichte dieser allerdings wieder sein Ursprungsniveau.
Für die Studie wurden anonymisierte Daten genutzt, die ipoque von deutschen Netzwerkbetreibern zur Verfügung gestellt wurden. Es wurden nur Daten von Kunden berücksichtigt und aggregiert, die ihren Internetverkehr nicht einschränken. Die Daten repräsentieren ca. 250.000 deutsche Internetnutzer, was Rückschlüsse auf den Anteil von P2P-Traffic im deutschen Internet erlauben soll. Die Messpunkte befinden sich hauptsächlich bei deutschen ISPs mit vorwiegend Privatkunden und einigen großen deutschen Universitäten.
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