Ruby trifft .Net
Die Beta-Version des Ruby.Net-Compilers soll zwar bereits funktionieren, allerdings noch nicht komplett sein. Zudem haben sich die Entwickler noch nicht darum gekümmert, die Leistung des Compilers zu optimieren und auch die Zusammenarbeit mit in anderen Sprachen geschriebenen .Net-Programmen wurde bisher außen vor gelassen. Stattdessen konzentrieren sie sich derzeit darauf, eine komplette semantische Kompatibilität zum Ruby-Interpreter zu erreichen.
Das Ziel des Projektes ist es, einen Compiler zu schreiben, der in Ruby geschriebene Programme in .Net-Managed-Code übersetzt, die sich dann in der Common Language Runtime, der Laufzeitumgebung für .Net, ausführen lassen. Dabei soll der Compiler die Kernsprache sowie Ruby-Klassen wie Class, Object, Array und String unterstützen. Andere Ruby-Bibliotheken wie CGI und DBM hingegen sollen nicht implementiert werden, es sei denn, sie wurden komplett in Ruby geschrieben. Diese Aufgabe möchte man jedoch weitestgehend der Community überlassen.
Derzeit lassen sich individuelle Quelldateien in DLLs und Exe-Dateien übersetzen, es kann aber auch ein komplettes Projekt in einem Schritt kompiliert und ausgeführt werden. Ruby.Net besteht dabei aus dem Compiler, der auch einen Parser enthält und in C# geschrieben wurde. Sowohl der Parser als auch der Code Generator sollen bereits fast fertig sein. Außerdem umfasst Ruby.Net eine Laufzeitbibliothek, die ebenfalls in C# geschrieben wurde und die Ruby-Klassen und -Module umsetzt. Nach Angaben der Entwickler sollen bereits 90 Prozent der Standardmethoden unterstützt werden.
Der Ruby.Net-Compiler setzt das .Net Framework 2.0 voraus und lässt sich kostenlos im Quelltext und als Binärpaket herunterladen(öffnet im neuen Fenster) . Die Software steht unter einer eigenen Lizenz(öffnet im neuen Fenster) , die auch Änderungen am Quelltext zulässt.
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