Angebliches zweites Excel-Sicherheitsloch betrifft Windows
Das in der Windows-Komponente hlink.dll befindliche Sicherheitsloch(öffnet im neuen Fenster) kann mit Hilfe manipulierter Excel-Dateien für Angriffe missbraucht werden. Ein entsprechender Beispiel-Code wurde im Internet veröffentlicht, habe sich bisher aber nicht verbreitet. Daher stuft Microsoft das Risiko als gering ein, Opfer einer solchen Attacke zu werden. Die Sicherheitsspezialisten von Secunia sehen ein höheres Risiko(öffnet im neuen Fenster) und stufen das Sicherheitsloch als gefährlich ein.
Durch das Sicherheitsleck kann ein Angreifer beliebigen Programmcode ausführen. Dazu muss ein Opfer dazu verleitet werden, ein Excel-Dokument mit der Microsoft-Applikation zu öffnen und einen in einer Excel-Datei befindlichen Hyperlink aufzurufen. Dies erlaubt die Ausführung von Programmcode, weil die Windows-Komponente hlink.dll entsprechende Links fehlerhaft verarbeitet. Dieses Szenario klingt zwar aufwendig, aber so mancher unbedarfte Anwender würde den Link wohl öffnen, verspräche passender Text entsprechend Verheißungsvolles.
Bislang gibt es keinen Patch, um das Windows-Sicherheitsloch zu schließen. Dies gilt auch für das vor wenigen Tagen bekannt gewordene Excel-Sicherheitsleck , zu dem Microsoft mittlerweile ein Security Advisory(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht hat, in dem sich einige Tipps finden, sich gegen derartige Angriffe zu schützen, bis ein Patch fertig ist. Noch steht nicht fest, ob Microsoft für diese beiden neuen Sicherheitslücken Updates jenseits des Patch-Day-Intervalls veröffentlichen wird oder ob die Sicherheitslecks erst am regulären Patch-Day im Juli 2006 geschlossen werden.