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Gericht: PlayStation 2 ist kein Computer

Sony Computer Entertainment unterliegt in Großbritannien. Zum Teil aus finanziellen Gründen hat Sony Computer Entertainment seine PlayStation 2 als Computer bzw. als "Digital Processing Unit" beworben – in der Hoffnung, damit die bis 2004 angefallenen europäischen Einfuhrzölle für Unterhaltungselektronik vermeiden zu können. Ein britisches Berufungsgericht verwehrte Sonys PlayStation-Abteilung nun in letzter Instanz die Neueinstufung der Spielekonsole zum PC – und den Gang zum europäischen Gerichtshof.
/ Christian Klaß
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Warum Sony Computer Entertainment die Mühe auf sich nahm, zeigt die Summe von 50 Millionen Euro Einfuhrzoll, die das Unternehmen zwischen 2001 und 2004 für die nach Europa eingeführten PlayStation-2-Spielekonsolen berappen musste. Bis 2004 sanken die Einfuhrzölle von 1,7 auf 0 Prozent, so dass es für alle danach verkauften Spielekonsolen unerheblich war.

Auch bei der PlayStation 3 behauptet Sony Computer Entertainment wieder, dass es sich um einen Computer anstatt um eine Spielekonsole handle. Diesmal wohl weniger wegen potenzieller Zölle, sondern mehr um die Leistungsfähigkeit und die vielen Multimedia-Einsatzzwecke hervorheben zu können.

Allerdings hat der Hersteller offenbar ganz eigene Vorstellungen von PCs – schließlich wird das Kopierschutzsystem in der Spielekonsole das Ausführen freier oder dem Hersteller nicht genehmer Software zu verhindern wissen. Nur: Wer kauft schon gerne einen PC, der nur das Ausführen von dem Hersteller genehmer kommerzieller Software erlaubt und alltägliche Büroanwendungen vermissen lässt? Eine Festplatte, ein paar Schnittstellen und schnelle Chips alleine machen noch keinen Personal Computer aus. Als netzwerkfähige Spielekonsole und Blu-ray-Wiedergabegerät kann die PS3 sicherlich mehr überzeugen.


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